Jubiläumsausstellung war Höhepunkt

Der Vorstand des Seesener Münzenvereins mit (von links) Ulrich Liebich, Horst Schiller und Günter Sürie.

Jahresbilanz beim Seesener Münzenverein / Mitte Oktober geht es nach Nordhausen

Einen interessanten Bericht über das vergangene erfolgreiche Sammlerjahr wusste der Vorsitzende des Seesener Münzenvereins anlässlich der Jahreshauptversammlung im Gasthaus „Alter Fritz“ den Mitgliedern vorzulegen.

Waren doch die Sammlertreffen des Vorjahres mit durchschnittlich 15 Teilnehmern recht ordentlich besucht und konnten zudem viele heimische Münzeninteressierte über Neuheiten informiert werden.
Wie Horst Schiller in seinem Bericht mitteilte, konnte der Verein häufig Interessenten und Besitzer von einzelnen Stücken und ganzen Sammlungen begrüßen. Dabei konnten die Besucher teilweise ihre Münzen bei Bedarf recht günstig veräußern oder diese fachmännisch bewerten lassen. Auch alte DM-Noten und -Münzen werden noch beim Münzenverein zum amtlichen Wechselkurs eingetauscht und anschließend der Landeszentralbank (LZB) Göttingen übergeben.
„Das Interesse mancher Sammler bezieht sich hauptsächlich auf die mannigfaltigen Euromünzen; dieses neue Sammlergebiet hat für viele einen besonderen Reiz“, sagte Horst Schiller. Allerdings stiegen die Ausgaben der Zwei-Euro-Sondermünzen stetig an. Die bisherigen klassischen Sammlergebiete wie Altdeutschland, Kaiserreich, BRD und DDR sowie Länder aus Europa und Übersee seien dadurch etwas in den Hintergrund geraten, so der Vorsitzende weiter. Die schönen Nachprägungen niedersächsischer Städte- und Bergbautaler der Nord/LB fänden wieder Liebhaber, ebenso träten Goldmünzen verschiedener Länder stärker in den Sammlerfokus.
Gemäß Schillers Bericht war die Ausstellung im Städtischen Museum anlässlich des 40-jährigen Vereinsjubiläums das größte Vorhaben, das gut angenommen wurde und allgemein Lob und Anerkennung fand. Hier machten einige der Mitglieder ihre Schätze der Öffentlichkeit zugänglich, wie beispielsweise „Seesener Notgeld“ aus den Zeiten der Hyperinflation 1922/23 als exklusive Rarität, herausgegeben von damaligen großen Seesener Firmen als Ersatz für fehlende gesetzliche Zahlungsmittel. Ebenso Bockenemer Notgeld, eine komplette Österreich-Sammlung, skandinavische Münzen, Bremer Taler und viele weitere Raritäten. Der Vorsitzende dankte allen Mitgliedern, die aktiv zum Gelingen der Ausstellung beigetragen hatten.
Der Bericht der Kassenprüfer ergab keinerlei Anlass zu Beanstandungen, die Kasse war einwandfrei geführt worden und weist einen positiven Bestand aus. Die Mitglieder erteilten Schatzmeister Günter Sürie einstimmig Entlastung.
Einen breiten Raum nahm die Vorstellung der von Jörg Bauersfeld organisierten und für den 17. Oktober geplanten Tagesfahrt nach Nordhausen ein. Hier wird eine Rundfahrt mit der historischen Straßenbahn, der Besuch einer Traditionsbrennerei mit Verkostung und des historischen Tabakspeichers mit der Geschichte des Handwerks in der alten Reichs- und Hansestadt Höhepunkte sein. Gäste sind zu dieser Busfahrt ebenfalls willkommen.
Abschließend empfahl Horst Schiller mit Blick auf Wertanlagen in Münzen diese möglichst nur bei Banken und seriösen Händlern zu kaufen und sich zudem vorab an den Sammlertreffen des Münzenvereins zu informieren. Hier sind Gäste stets herzlich willkommen. Außerdem sei der Verein natürlich an neu beitretenden Mitgliedern interessiert. Schiller warnte eindringlich vor häufig unseriösen Ankäufern mit vielversprechenden Anzeigen und darin angebotenen Hausbesuchen. Besonders letztere bergen Risiken und seien strikt abzulehnen.