Jubiläumsbesuch in Thüringen

TC Seesen Oldies verbinden Tennistraining mit Erlebnissen in Thüringen

Zum bereits zehnten Mal reiste die Seniorentruppe des Clubs von der Kurparkstraße in die ehemalige Reichsstadt und Thüringer Kreisstadt Mühlhausen als Stammgäste ins beliebte „Sporthotel“.

Bekannterweise fahren die Oldie zweimal ählrich unter der sportlichen und touristischen Leitung des Ex-Thüringers und Mannschaftsführers Gerhard Wagner in das Mittelzentrum des Unstrut-Hainich-Kreises im Nordwesten des Freistaates Thüringen. Die Stadt ist für ihr reichhaltiges kulturelles Erbe sowie zahlreichen Kirchen und historischen Bauwerkeden Tennisgästen vom Vorhraz recht gut bekannt. Deshalb werden nach bisherigen Stadtbesichtigungen regelmäßig weitere Exkursionen in die nähere und weitere landschaftlich und historische Umgebung durchgeführt.
Die Reise im gepflegten VW-Bus von Hanno Blohm führte über die bereits mehr als bekannte Strecke über Herzberg, Gieboldshausen, Grenzlandmuseum in Rictung Bad Heiligenstedt durch das hohe Eichsfeld vorbei an der Wallfahrtskapelle Etzelsbach, der Stätte und Predigt von Benedikt beim Papstbesuch 2011. Diese bescheidene Kuhwiese bietet als Ort für eine Predigt schon einen großen Kontrast zum protzigen Petersplatz. Auf Nebenstrecken und duch gepflegte kleine Dörfer wird Mühlhausen bald erreicht.Die herbstlichen Wälder und die Reste des Indian Summer begleiteten die neunköpfige Reisegruppe durch die Wälder des Eichsfeldes.
Am Sporthotel angekommen warteten schon traditionell handgemachte Thüringer Klöße mit Blaukraut und Rouladen mit Sauce sowie kühlem Pils mit abschließendem Nachtisch auf die Vorharzer. Vorab hatte die rührige Managerin des Hotels an der Kasseler Straße, Diana Mortag, einen kleinen Begrüßungssekt für die Tennisoldies anläßlich des Jubiläums-Besuches beim herzlichen Willkommen parat. Und auch Frau Nanca Krug von der Tourist-Info der Stadt Mühlhausen ließ es sich nicht nehmen, dem Seesener Mannschaftsführer Gerhard Wagner mit einer Aufmerksamkeit für sein Engagement und Einsatz im Touristischen Sinne im Freistaat Thüringen Dank zu sagen.
Nach dem opulenten Essen fielen dem einen oder anderem Spieler die ersten Schritte auf den Hallenplätzen doch recht schwer. Aber Trainer-Coach Wagner zeigte sich recht hart; mindestens drei Runden Doppel und auch Einzel nach Zeit musste schon jeder Teilnehmer absolvieren, ehe es in die entspannende heiße Sauna mit Whirlpool oder an die abkühlende Theke ging. Am Abend vor den Champions Legaue Übertragungen durfte noch eine deftige Thüringer Brotzeit bewältigt werden, ehe nach einigen humoristischen und sportlichen Einlagen und spannenden Gesprächen die Federbetten aufgesucht wurden.
Nach dem bekannt üppigen und schmackhaften Frühstück am nächsten Morgen ging es umgehend mit Tennis bis zum Mittag weiter. Danach mit dem Bus nach Eisenach. Jetzt stand ein Besuch des Lutherhauses auf dem Programm. Hier soll der spätere Reformator während seiner Schulzeit gewohnt haben. In den Austellungsräumen werden Werdegang und Werk des großen deutschen Kirchenreformers verständlich gemacht – mit dem Schwerpunkt der Bibelübersetzung und seinem Einfluss auf Erziehung und Bildung. 
Ein Stadtrundgang mit der Gruppe, aber auch in individueller Form, schloss sich an. Dann wurde im Bachhaus, einem der meistbesuchten Musikmuseen Deutschlands, die Wohnräume aus Bachs Zeit besichtigt und die weltweit größe Ausstellung zu Bach, seinem Leben und seinen Werken kennen gelernt. Beeindruckt hat die Seesener Gruppe ein kleines Konzert, bei dem original historische Musikinstrumente aus der Bachzeit vorgestellt und angespielt wurden. Verschiedene audiovisuelle Einspielungen rundeten den Besuch ab.
Danach ging es hinauf zum imposanten Burschenschaftsdenkmal, dem Nationaldenkmal der Deutschen Burschenschaften zur Erinnerung an die Reichseinigung und Kriegerdenkmal der im Deutsch-Französischen Krieg gefallenen Burschenschafter des Kooperationsverbandes aller damaliger Studentenverbindungen.
Ein gemeinsames Abendessen im Berghotel mit Blicke aud die gegenüberliegende in Licht und leichten Nebelschwaden getauchte Wartburg rundete den spannenden tag ab, der im Hotel noch mit einem kleinen Absacker beendet wurde.
Natürlich war Tennis am Donnerstagmorgen kurz nach dem Frühstück abermals angesagt, galt es doch, auch eine Menge der zugeführten Kalorien durch die Thüringer Spezialitätet wieder abzutrainieren. Nach dem Mittagessen ging es bei herbstlichem wetter mit dem VW-Bulli in angemessenem Tempo wieder in Richtung Heimat. Beim Abschied von den netten Mitarbeiterinnen des Hotels wurde bereits der Besuch im Frühjahr des nächsten Jahres vereinbart.