Keine Ferien fürs Gehirn

Unter dem Motto „Knobelspaß für Rätselfreunde und Querdenker“ lud man in die Stadtbücherei. (Foto: Kühl)

Schulkinder knobeln in der Stadtbücherei

Unter altbekanntem Motto trafen sich im Rahmen einer Ferienpassaktion zwölf Kinder im Alter von acht bis elf Jahren in der Stadtbücherei Seesen. Diese hatten offensichtlich keine Lust, auch ihr Gehirn in die Ferien zu schicken, denn sie waren dazu bereit, sich auf ein Denkabenteuer zu begeben, bei dem es knifflige Aufgaben zu lösen galt.
Dafür hatte Sandra Raupers-Greune, bundesweit zertifizierte Gedächtnistrainerin, zusammen mit dem Team der Stadtbücherei einen vielfältigen Gedächtnisparcours aufgebaut. Der Gedächtsnisparcours ähnelte dabei dem Zirkeltraining im Sportunterricht: Hier konnten die Kinder in Zweierteams zwölf Stationen absolvieren, die aus einer bunten Mischung an Übungen mit unterschiedlichen Trainingszielen bestückt waren, die das Gehirn auf ungewohnte Weise herausforderten: Mal hieß es „Um die Ecke Denken“ – die Fantasie und Kreativität spielen lassen. Dann galt es Wortfindung und Konzentration zu üben, zum Beispiel wenn Farbwörter mittels farbiger Karten mit Substantiven zusammengesetzt werden sollten oder es Gegenstände mit den Fingern zu ertasten oder optische Täuschungen zu erkennen galt.
„Ich fand es schwer, mit der ungeübten Hand spiegelverkehrt Linien nachzufahren“, sagt Kjell, während Kathleen das Erkennen von Makroaufnahmen gar nicht einfach fand. Gelöst wurden schließlich aber doch die allermeisten der Rätsel. „Obwohl“, so Raupers-Greune, „es nicht am wichtigsten sei alles zu wissen, sondern Spaß zu haben“.
In einer Pause konnten sich die Kinder bei selbstgemachten Smoothies stärken und mit Bewegungsübungen frischen Sauerstoff tanken.
Ein Highlight der Veranstaltung war das Kennenlernen einer Merktechnik. Mithilfe der sogenannten „Körperliste“, am Beispiel einer Einkaufsliste eingeübt, merkten sich die Kinder später auch die zehn letzten Bundespräsidenten. Damit war der Ehrgeiz geweckt, konnten sie doch so zuhause auch den Eltern mal auf den Zahn fühlen, ob diese sich denn auch an die letzten Präsidenten in chronologischer Weise erinnern können.