Keiner wird im Regen stehen gelassen

Buswartehäuschen eingeweiht: Bürgermeister Erik Homann, Torsten Böttcher (Vorstandsmitglied „Wiederaufbau“ eG) und Sven Dickfeld (Paritätischer Seesen) durchschnitten das Band.
 
Katharina und Frank Hoyer hatten die musikalische Ausgestaltung der Feierstunde übernommen.

Überdachtes Buswartehäuschen eingeweiht: Stadt und „Wiederaufbau“ eG erfüllen Bürgerwunsch

Mehr als 200 Unterschriften hatten Bürgerinnen und Bürger gesammelt, um die Stadt Seesen und die Baugenossenschaft „Wiederaufbau“ eG von ihrem Wunsch für den Bau eines überdachten Buswartehäuschens zu überzeugen.

In dem Wohngebiet Hochstraße/Ecke „An der Ziegelei“ fährt die Buslinie 859. Die Haltestelle befindet sich auch in unmittelbarer Nähe zum Alten- und Pflegezentrum St. Vitus. Viele Menschen im Quartier sind auf Grund ihres Alters nicht mehr so gut zu Fuß. Ältere Menschen brauchen mehr Zeit, um die Haltestelle zu erreichen und sind häufig bereits einige Minuten vor der Abfahrtszeit dort. Wenn es regnet, sind einige Minuten bereits eine Zumutung. Die bisherige Haltestelle stand auf dem Grund und Boden der „Wiederaufbau“, weshalb auch diese mit einbezogen wurde.
Eine erste Prüfung durch die Stadt Seesen ergab, dass solch eine Überdachung etwa 10.000 Euro kosten würde. Mittel, die die Stadt Seesen nicht mehr in ihrem Haushaltsplan vorgesehen hatte. Die „Wiederaufbau“ ließ sich schnell überzeugen und steuerte einen Großteil der Gesamtsumme bei, um dem Wunsch der Bewohnerinnen und Bewohner nachzukommen.
Christiane Berndt vom Paritätischen Sozialzentrum Seesen und Koordinatorin des Kooperationsprojektes LeNa (Lebendige Nachbarschaft), das gemeinsam mit der „Wiederaufbau“ umgesetzt wird, nahm sich der Sache an und führte die Gespräche mit der Stadt Seesen, der „Wiederaufbau“ und mobilisierte weitere Befürworter. Als Dankeschön für ihren Einsatz gab es für Christiane Berndt ein Blumenpräsent.
„In Seesen haben wir seit 2012 etwa 3,3 Millionen Euro in die Modernisierung unserer Objekte investiert. Neben den Maßnahmen Hochstraße/An der Ziegelei planen wir auch noch weitere Maßnahmen, um unseren Mietern attraktiven und zeitgemäßen Wohnraum anbieten zu können“, erklärte Torsten Böttcher, Vorstandsmitglied der „Wiederaufbau“ anlässlich der kleinen Feierstunde. Diese Maßnahmen hätten ausschließlich im bewohnten Zustand stattgefunden, was für die Mieterinnen und Mieter eine große Belastung dargestellt habe. „Mit dem neuen Buswartehäuschen wollten wir uns auch für die Geduld und die Kooperation bei unseren Kunden bedanken“, so Böttcher.
Aber auch die Stadt Seesen ist maßgeblich an der Umsetzung beteiligt gewesen. Sie finanziert einen Teil der Gesamtsumme und übernimmt die Pflege- und Wartungsleistungen für den laufenden Betrieb.
„Die Wiederaufbau ist in den vergangenen Jahren immer ein verlässlicher Partner für die Stadt Seesen gewesen. Auch unter schwierigen Marktbedingungen zeigt die Wiederaufbau ihre Verbundenheit zu unserer Stadt und investiert hier. Damit steigt die Lebensqualität in Seesen“, meinte Bürgermeister Erik Homann. Beispielhaft für dieses Engagement sei der Bau dieses Buswartehäuschens. Unbürokratisch und schnell habe die Wiederaufbau auf den Bedarf der Menschen in diesem Wohngebiet reagiert. In Kooperation mit der Stadt werde dadurch eine barrierefreie Haltestelle entstehen.
Nun wurde das neue Buswartehäuschen offiziell seiner Bestimmung übergeben. Bürgermeister Erik Homann, Vorstandsmitglied der „Wiederaufbau“ Torsten Böttcher und Sven Dickfeld, Geschäftsführer des Paritätischen Sozialzentrums Seesen, durchschnitten symbolisch das rote Band und übergaben das neue Buswartehäuschen damit den Anwohnern im Quartier.
Neben einer kurzen Rundfahrt im „Wiederaufbau-Bus“ – einem Linienbus mit Werbung der Baugenossenschaft – gab es für die Gäste im Anschluss neben Sekt auch noch Kaffee und Kuchen. Und weil mit Musik bekanntlich alles besser geht, hatten Katharina und Frank Hoyer alias „Strings of Fire“ für den guten Ton bei dieser Feierstunde gesorgt.