„Kirchliche Lettlandhilfe“ ist für Sammelaktion gerüstet

Startschuss fällt am 27. September – Sponsor spendet Mittel für Kleinbus – Projekt „Betreutes Wohnen“ in Planung

Ein kurzer Rückblick auf die Studienfahrt, die – von der „Kirchlichen Lettlandhilfe“ aus Anlass des Kirchweihfestes in Rauna initiiert und organisiert – im Juli die lettische Partnergemeinde zum Ziel hatte; ein ebenso kurzer Bericht über die aktuelle Situation, und schließlich die Weichenstellung für die Ende September, Anfang Oktober geplante Sammlung: Es dürfte vor allem wohl auch an der Tagesordnung gelegen haben, die der jüngsten Mitgliederversammlung eine eher unerwartet große Resonanz bescherte.
Dass Letzteres den 1. Vorsitzenden, Pastor i.R. Kurt Hoppe, freute, versteht sich da von selbst, zumal er zum Auftakt der Zusammenkunft gleich von einer in der Tat beachtlichen Spende in einer Größenordnung von immerhin 6000 Euro zu künden vermochte. Von einem nicht genannten Sponsoren bereitgestellt, soll mit diesen Mitteln ein möglichst behindertengerecht ausgestatteter Kleinbus angeschafft werden; Kurt Hoppe: „Anita Lubuze, die Vorsitzende des Stiftungsrates der evangelisch-lutherischen Gemeinde Rauna – Diakonisches Zentrum, konnte es kaum fassen, als ihr diese Nachricht überbracht wurde. Und nimmt denn auch gern gemeinsam mit den Stiftungsratsmitgliedern die Gelegenheit wahr, dafür Dank zu sagen“.

Neues Projekt:
„Betreutes Wohnen“

Wie im Rahmen des Treffens weiter verlautete, würde man sich in Rauna darüber hinaus schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken tragen, ein weiteres Projekt in Angriff zu nehmen. Und zwar das Projekt „Betreutes Wohnen“.
Die bisherige Planung sieht dabei vor, in der Nähe des Gemeindehauses einen Gebäudekomplex auszuweisen, dessen Konzeption gezielt auf die Bedürfnisse der älteren Bürgerinnen und Bürger zugeschnitten ist.
Nachdem, wie es hieß, eine zunächst ins Auge gefasste Sanierung und der sich anschließende Aus-und Umbau eines vorhandenen Blockhauses angesichts der desolaten Bausubstanz scheiterte, ist nunmehr ein Abriss des Gebäudes und ein ebenerdiger, und damit barrierefreier Neubau im Gespräch. Sicher dabei ist: Wenngleich auch für dieses Projekt bereits erste Anträge auf Gewährung von EU-Fördermitteln gestellt wurden, dürfte sich die Finanzierung insgesamt gesehen als nicht gerade einfach erweisen. Unmittelbarer Anlass denn auch, die Realisierung über einen längeren Zeitraum hinweg und schrittweise umsetzen zu wollen. Ergänzte Renate Hoppe: „Die Idee, in Rauna die Möglichkeiten des betreuten Wohnens anbieten zu können, stößt auf ein großes Interesse. Denn viele der Älteren möchten ihren Lebensabend nicht im Altenheim in Drusti verbringen, sondern in Rauna“.

Spendenannahme
an fünf Tagen

Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung allerdings stand natürlich die Weichenstellung für den anstehenden humanitären Hilfstransport; genauer gesagt für die fünftägige Sammelaktion, zu der am Donnerstag, 27. September, der Startschuss fallen soll. Die zwischenzeitlich wohl schon hinlänglich bekannte Annahmestelle in der ehemaligen Teigwarenfabrik (Bismarckstraße, Ortsausgang Richtung Herrhausen) ist dann am Donnerstag, 27. September, am Freitag, 28. September, sowie am Sonnabend, 29. September, jeweils in der Zeit von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Und dann noch einmal am Montag, 1. Oktober, sowie am Dienstag, 2. Oktober – dann jedoch in der Zeit von 15 bis 18 Uhr.
Angesichts des nahenden Winters besteht erneut in erster Linie ein erheblicher Bedarf an warmer Damen- und Herrenbekleidung; vor allem aber an warmer Bekleidung für Kinder und Jugendliche. Der „Wunschzettel" erstreckt sich darüber hinaus zudem abermals auf Hausrat, Keramik- und Porzellangeschirr, auf Töpfe und Pfannen sowie auf elektrische Kleingeräte wie beispielsweise Kaffeemaschinen, Wasserkocher, kleinere Küchenmaschinen oder aber Stabmixer, um nur einiges zu nennen.
Benötigt, so ergänzte Kurt Hoppe, würden unter anderem ferner Wolldecken, gut erhaltenes Spielzeug für die Jungen und Mädchen, Buntstifte, Tuschkästen, Mal- und Zeichenblöcke leicht verständliche Gesellschaftsspiele und Kuscheltiere, sowie Fahrräder und Skier.
Nicht angenommen werden dagegen – eine Frage der LKW-Transport-Kapazität – Elektro-Großgeräte wie Waschmaschinen, Kühlschränke und Kühltruhen oder Möbel.

Kurt Hoppe dankt
für Unterstützung

In diesem Zusammenhang zwei Bitten „in eigener Sache“: Die Mitglieder der „Lettlandhilfe“, die auch dieses Mal wieder ehrenamtlich im Einsatz sind, würden sich freuen, wenn die Sachspenden – soweit möglich – bereits in Umzugskartons verpackt angeliefert werden könnten. Sollten Bekleidungsspenden in Säcken verpackt sein, dann bitte in reißfesten Säcken, wie sie bei der Gartenarbeit Verwendung finden.
Unter Hinweis auf die bisherigen und so erfolgreichen Aktionen zugunsten der lettischen Partnergemeinde appellierten Kurt Hoppe und die Mitglieder des Arbeitskreises abschließend an die Bürgerinnen und Bürger in der Harzstadt Seesen (sowie an die in der näheren und weiteren Umgebung), sich erneut an der geplanten großen Sammelaktion zu beteiligen.