Klangpracht aus Dresden

Konzerttipp

Vor der Sommerpause sind noch zwei Konzerte im Kloster Walkenried zu erleben, bei günstiger Witterung finden sie im Kreuzgarten als Freilichtveranstaltungen statt, bei schlechtem Wetter wird in die Kreuzgänge ausgewichen. Am Samstag, 13. Juli, ist ab 20 Uhr das Kammerorchester „Dresdner Kapellsolisten“ mit großem Barock-Programm zu Gast. Neben Händels Wassermusik-Suite D-Dur, dem Concerto F-Dur, das Vivaldi für die Dresdner Hofkapelle komponierte, dem Trompetenkonzert von Torelli (Solist ist Mathias Schmutzler), der Sinfonia a otto von Zelenka kommt auch Bachs beliebtes Konzert für zwei Violinen und Orchester d-Moll zur Aufführung. Mitreißende, vitale Interpretationen sind Programm bei den Dresdner Kapellsolisten.

Seit 1994 sind die Mitglieder des Ensembles verbunden in ihrer Leidenschaft für eine epochengetreue Rekonstruktion des barocken, klassischen und romantischen Musikerbes. Ganz andere Klänge sind am Samstag, 20 Juli, ab 20 Uhr, im Kloster zu hören. In Zusammenarbeit mit dem Münchner Ensemble Gitanes Blondes geht Giora Feidman einen neuen Weg. Wie klingt es, wenn der Grandsigneur der Klezmer-Musik auf die junge Klezmer-Generation trifft? „Very Klezmer“ ist das Ergebnis für ungestüme und ungebremste Spielfreude. Seit Giora Feidman dem Klezmer wieder Gehör verschaffte, haben zahlreiche Komponisten aus aller Welt neue Stücke in bewusster Fortsetzung und Weiterentwicklung der alten Tradition geschrieben, zum Teil sogar direkt für den Meister komponiert. Aus dieser Vielfalt haben er und die Musiker von Gitanes Blondes sich gerne bedient. „Wie gefällt euch dieses Stück“ fragte Giora bei gemeinsamen Proben, und die Gruppe antwortete: „Wenn es eine Melodie ist, die wir immer und immer wieder spielen wollen, dann ist es eine gute Melodie“. „Fröhliche Lieder sollten im Vordergrund stehen, und in der Tat wurde eine ausgelassene, sogar tanzbare Sammlung daraus. Mal klingt es nach dem fernen Indien, mal nach dem nahen Osten, mal nach chassidischer Mystik und dann wieder – weltlich lebensnah – nach dem Shetl in Osteuropa. Karten können im Klostercafé, Telefon 05525-20 98 79, und im Büro der Kreuzgangkonzerte unter der Rufnummer 05521-56 10 reserviert werden. Restkarten an der Abendkasse.