Kommt das Beste vielleicht zum Schluss?

Die Schülerinnen und Schüler des Seminarfachkurses im Jahrgang 12 mit ihrem Lehrer Wilfried Reimer.

Schülerprojekt „Demografischer Wandel konkret“ in Oberstufe des Jacobson-Gymnasiums

Wer hätte das gedacht? 30 Jugendliche hören gebannt zwei älteren Damen zu, die ihre Lebensgeschichte erzählen. Was sich erst einmal liest wie ein Märchen aus einer längst vergangenen Zeit, geschah an einem Donnerstag Ende letzten Jahres im Jacobson-Gymnasium Seesen.

Die Schüler und Schülerinnen des Seminarfachkurses beschäftigten sich im 3. Semester mit dem Thema „Demografischer Wandel – die alternde Gesellschaft“. Aufgrund des Engagements von Christiane Berndt und Sigrid Eiland kam es zu einer Kooperation mit dem Projekt HilDe „Hilfen bei Demenz“ des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Seesen. Die Schüler und Schülerinnen erhielten einen praktischen Einblick in die Arbeit von HilDe, indem Einzelne an den Gruppenangeboten wie dem Gedächtnisgesprächskreis, dem HilDe-Chor oder dem Tanzcafé teilnahmen. Christiane Berndt und Sigrid Eiland zeigten sich begeistert von diesem Projekt, Christiane Berndt: „Mich hat vor allem die Mitarbeit und die Begeisterung der jungen Leute so beeindruckt!“
Ein weiterer Bestandteil des Projekts waren die Treffen der Schüler und Schülerinnen mit Frau Freyer und Frau Weiglein, zwei Damen, die über ihre Erfahrungen in der langjährigen Demenzbetreuung, der Kriegszeit oder dem Leben im Alter berichteten und die Jugendlichen wirklich – und das galt wohl für den gesamten Kurs – nachhaltig beeindruckten. Es entstand ein Dialog der Generationen, der unter normalen Umständen eher selten zustande kommt. Fragen, die alle betreffen, kamen auf: „ Wie werde ich meine Zukunft gestalten? Wie kann ich mein Alter so glücklich wie möglich machen?“
Diese Gedanken schrieben die Oberstufenschüler in Essays nieder, denen sie den Titel „Vielleicht kommt das Beste zum Schluss – Die Farben des Alters“ gaben. Als kleinen Dank für ihr Engagement und das Gespräch zwischen den Generationen wurden den Gesprächspartnerinnen besonders schön gestaltete gebundene Ausgaben dieser Essay-Sammlung überreicht. Überrascht darüber, was ihre Lebenserfahrung in jungen Menschen angeregt hat, nahmen diese das Geschenk erfreut entgegen. „Und wir waren ein bisschen stolz, dass auch wir etwas Beeindruckendes beitragen konnten. So waren sich alle einig, dass ein solches Projekt bei nächster Gelegenheit eine Fortsetzung finden sollte“, sagte Marius Weigel stellvertretend für den Seminarfachkurs.