Kooperation mit der Uni Göttingen

Prof. Dr. med. Manfred Holzgraefe, Ärztlicher Leiter der Kliniken für Neurologische Rehabilitation und Neurologische Frührehabilitation.

Neurologische Rehabilitation und Frührehabilitation der Asklepios Kliniken schließen Vertrag

Seesen / Göttingen (bo). Zwischen der Universitätsmedizin Göttingen und der Neurologischen Universitätsklinik Göttingen, vertreten durch ihren Direktor, Prof. Dr. Mathias Bähr und den Kliniken für Neurologische Rehabilitation und Frührehabilitation in den Asklepios Kliniken Seesen, vertreten durch den Geschäftsführer, Stefan Menzel und den Ärztlichen Leiter, Prof. Dr. Manfred Holzgraefe wurde ein Kooperationsvertrag geschlossen.
Ziel dieses Kooperationsvertrages ist es, der steigenden Bedeutung des Faches der Neurologischen Rehabilitation in der medizinischen Versorgung aber auch der Bedeutung in der Wissenschaft Rechnung zu tragen.
In Deutschland erkranken jährlich bis zu 400.000 Menschen an den Folgen einer erlittenen Hirnschädigung (Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Hirntumore, entzündliche ZNS-Erkrankungen). Der größte Teil der Betroffenen wird stationär behandelt.
Das Ziel der Therapien im Akutstadium ist, das Absterben von Nervenzellen und damit das daraus folgende funktionelle Defizit zu verhindern oder zu reduzieren. Dank den Fortschritten in Akut- und Intensivmedizin beträgt die Primärletalität nur noch elf Prozent.
Ein größerer Teil der Patien­ten überlebt jedoch mit unterschiedlich ausgeprägten funktionellen Defiziten, sei es im Bereich der Motorik, der Sprache, des Sehens und des Denkens. Durch die Einführung des DRG-Systems in Deutschland bleibt nur wenig Zeit die Funktionsdefizite akutmedizinisch im Krankenhaus adäquat zu behandeln.
Die Therapie im subakuten und chronischen Stadium nach Schädigung erfolgt in der Regel in der neurologischen Rehabilitation. Neben der Verhinderung von Sekundärschäden wird versucht, durch gezielte therapeutische Interventionen die Nervenzellen so zu beeinflussen, dass eine Regeneration und damit ein funktioneller Gewinn für den Patienten erreichbar werden. Durch eine enge Verzahnung der neurologischen Akutmedizin mit der neurologischen Rehabilitation wird eine Verbesserung des klinischen Endergebnisses erreicht.
Mit dem Abschluss dieses Vertrages wird die Entwicklung gemeinsamer Forschungsvorhaben mit dem Ziel der Förderung der translationalen klinisch-, praxisorientieren Forschung auf dem Gebiet der Neurologie ermöglicht.
Falldemonstrationen, Visiten, gemeinsame Vortragsveranstaltungen, Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie der Rotation von Ausbildungsassistenten mit der Universität Göttingen sind weitere Inhalte dieses Kooperationsvertrages. Der Abschluss dieses Vertrages ist auch eine Anerkennung für das langjährige Engagement der Mitarbeiter der Kliniken für Neurologische Rehabilitation und Frührehabilitation.