Korken sammeln schützt Kraniche in Spanien und Deutschland

von Online Redaktion | am 22.03.2011 | 204 mal gelesen | 0 Bilder

Ein Tipp vom NABU Harzvorland: Korken – zu schade für den Müll!

Seesen (bo). Das Projekt KORKampagne der NABU unterstützt Kraniche und Korken gleichermaßen. Beide kommen aus den Korkeichwäldern in Spanien ( aber auch Südfrankreich, Portugal, Marokko oder Algerien). Vom Zeitpunkt der Anpflanzung der Korkeichen bis zur ersten Ernte vergehen 25 Jahre.
Auch danach darf die Rinde nur alle sieben bis zehn Jahre geerntet werden. Eine Übernutzung würde eine Bedrohung der Korkeichenkultur bewirken. Die Gefahr der Übernutzung besteht durch einen steigenden Korkverbrauch. Auswirkungen auf das ökologische Gleichgewicht sind die Folge, wertvolle Biotope und damit der Lebensraum der dort lebenden Tiere sind stark gefährdet.
Kork besitzt sehr nützliche Eigenschaften, er ist gut formbar, leicht und elastisch, wasserunempfindlich, wärmeisolierend, sowie schalldämmend. Aus diesem Grund wird er auch als Gebäude-Dämmstoff genutzt.
Jedes Jahr fallen in Deutschland rund 1,3 Milliarden Korken an. Der größte Teil dieser Flaschenverschlüsse landet anschließend im Hausmüll, ebenso wie Korkreste beispielsweise von Fußbodenbelägen und Pinnwänden. Doch Kork ist ein schwer verrottbares Material und gehört nicht auf die Deponie. Flächendeckende Kork-Sammlungen entlasten somit die Deponien.
In Behindertenwerkstätten wird aus den gesammelten Korken ein hochwertiger Dämmstoff für den Hausbau hergestellt. Kork-Recycling vermindert also nicht nur den drohenden Raubbau an der Korkeiche, sondern schafft auch sinnvolle Arbeitsplätze. So können auch die Transporte von Korkmaterial von der Iberischen Halbinsel erheblich reduziert werden.
Aus dem Erlös des Dämmgranulats unterstützt der NABU Kranichschutzprogramme in Spanien und Deutschland. Ziel der Naturschutzarbeit in Spanien ist die Erhaltung der traditionellen Korkwirtschaft und der einmaligen Landschaft der Extremadura.
Heute beteiligen sich mehr als 1000 Sammelstellen in fast ganz Deutschland an der KORKampagne, hinzu kommen gut hundert firmeninterne Sammelstellen. Seit dem Kampagnenstart im Jahr 1994 wurden weit über 400 Tonnen Korken eingesammelt.
Um die KORKampagne zu unterstützen, können Korken gesammelt und zu einer Sammelstelle gebracht werden. Auch die Gründung einer eigenen Sammelstelle ist möglich, jeder kann mitmachen.
Der NABU Harzvorland konnte als Sammelstellen gewinnen:
Ahlshausen: Weinkontor Dietrich / Bad Gandersheim: Prahmann / Bad Gandersheim: NABU Eck / Bornhausen: Einkaufsmarkt Markquart / Dannhausen: Wein und Stein / Greene: Spar Markt / Ildehausen: Schell / Kalefeld: Supermarkt / Kreiensen: Rewe Getränkemarkt / Münchehof: Getränkespezialist / Rhüden: Rewe Hauptmarkt / Sebexen: Kornehls Hofladen / Seesen: Netto.

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