KTQ-Zertifikat für die Asklepios Kliniken Seesen

Asklepios Klinken: Qualitätsarbeit trägt zur Optimierung der Patienversorgung bei. (Foto: Jung)

Selbst- und Fremdbewertung / „Die Anforderungen hervorragend gemeistert“ / Verbesserungspotenziale aufgezeigt

Auf Grund des positiven Ergebnisses der Selbst- und Fremdbewertung wurde den Asklepios Kliniken Schil­dautal das KTQ-Zertifikat verliehen. Die feierliche Übergabe des KTQ-Zertifikates an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses erfolgte jetzt durch Stefan Kruse, stellvertretender Konzernabteilungsleiter Konzernbereich Qualität.
Die KTQ-Zertifizierung ist ein krankenhausspezifisches Zertifizierungsverfahren, das von der Bundesärztekammer, der Deutschen Krankenhausgesellschaft, dem Deutschen Pflegerat und den Spitzenverbänden der gesetzlichen Krankenversicherungen getragen wird.
Mit diesem Zertifizierungsverfahren bietet die KTQ den Krankenhäusern ein Instrument an, mit dem sie die Qualität ihrer Leistungen durch die Zertifizierung und den zu veröffentlichenden KTQ-Qualitätsbericht nach außen transparent darstellen können.
Das KTQ-Zertifizierungsverfahren basiert auf einer Selbst- und Fremdbewertung nach spezifischen und von Krankenhauspraktikern entwickelten Kriterien, die sich auf die Patientenorientierung, die Mitarbeiterorientierung, die Sicherheit im Krankenhaus, das Informationswesen, die Krankenhausführung und das Qualitätsmanagement beziehen.
Das Besondere an der Zertifizierung im November 2011 hier im Schildautal war, dass sich erstmalig ein Akutkrankenhaus und eine Rehabilitationsklinik gemeinsam dieser Zertifizierung gestellt haben.
„Das Visitoren-Team kann die Empfehlung zur Zertifizierung nach KTQ aussprechen.“ Mit diesem entscheidenden Satz endete am 10. November 2011 eine viertägige Visitation durch ein fünfköpfiges Team, bestehend aus dem ärztlichen, pflegerischen, ökonomischen und Reha-Visitor. Damit stand fest, dass die Schildautalklinik als eine der ersten Kliniken in Deutschland mit einer „vernetzten Verbundzertifizierung“ ausgezeichnet wird.
Dem vorausgegangen war eine umfangreiche Vorbereitungszeit. In verschiedenen Projekten und Arbeitsgruppen wurden die internen Arbeitsabläufe dokumentiert, verbindlich geregelt und bei dieser Gelegenheit nach Möglichkeit optimiert. Neben Vorschriften und Dokumenten für hunderte große und kleine Tätigkeiten wurden auch übergreifende Regelungen oder Leitlinien aktualisiert.
Im Rahmen der Selbstbewertung musste sich die Schil­dautalklinik zunächst selbst beurteilen. Diese Selbstbewertung erfolgte anhand des KTQ-Kataloges zu den eingangs erwähnten Kriterien.
Anschließend wurde durch ein mit Krankenhausexperten besetztes Visitorenteam eine externe Prüfung der Akutklinik und der Reha-Klinik – die sogenannte Fremdbewertung – vorgenommen. Während der Fremdbewertung wurden stichprobenartig die in der Selbstbewertung dargelegten Inhalte in Dialogen mit den Mitarbeitern des Hauses überprüft und die Kliniken durch Begehungen begutachtet. An den kollegialen Dialogen waren über 60 Mitarbeiter aus allen Berufsgruppen und Leitungsebenen beteiligt. Alle Mitarbeitenden, so hieß es, hätten sich in souveräner und kompetenter Weise den Auditoren präsentiert und die Anforderungen hervorragend gemeistert.
Nach vier Tagen Prüfungen, Gesprächen, Begehungen und Beobachtungen wurde durch das Visitorenteam der erlösende Satz gesprochen.
Stefan Menzel, Geschäftsführer der Asklepios Kliniken Schildautal, bedankte sich bei allen Mitarbeiter(innen) für das gezeigte Engagement in Vorbereitung und Durchführung der Visitation, insbesondere bei den kollegialen Gesprächsrunden und Begehungen. Sein ganz besonderer Dank galt nochmals Insa Wingendorf, Abteilungsleiterin der Physiotherapie, und Andreas Tappe, Mitarbeiter im Qualitätsmanagement, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz großen Anteil an der erfolgreichen Visitation gehabt hätten. Menzel: „Ihr Einsatz darf uns auch in den kommenden drei Jahren als Vorbild dienen, als Vorbereitung der Re-Zertifizierung!“
Die erfolgreiche KTQ-Zertifizierung bescheinigt den Asklepios Kliniken Schildautal, dass sie den hohen KTQ-Qualitätsanforderungen rund um die Patientenversorgung erfüllt. Die Klinik hat einen umfassenden Bericht vom Visitorenteam erhalten, in dem auch die noch bestehenden Verbesserungspotenziale aufgeführt sind, die es in den nächsten Monaten abzuarbeiten gilt. Dieser Bericht ist integrativer Bestandteil der weiteren Qualitätsarbeit und trägt so zu einer kontinuierlichen Verbesserung der Patientenversorgung bei.