„Kultur in Dosen“: Erstes Film-Open-Air an der Burg Sehusa!

Film Nr. 1: Willkommen bei den Sch'tis, (Foto: Agentur)
 
Film Nr. 2: Soul Kitchen. (Foto: Agentur)
 
Film Nr. 3: Vincent will Meer.

Fünf Filme stehen zur Auswahl / „Beobachter“-Leser stimmen ab /
Veranstaltung wird am 13. August mit Dichterwettstreit eingeläutet

Seesen (bo). Am 13. August diesen Jahres ist es soweit: An der Burg Sehusa, Sitz des Amtsgerichts, findet das erste Seesener Film-Open-Air statt. Im Vorprogramm geht, wie bereits angekündigt, ein Poetry-Slam – ein Dichterwettstreit – über die Bühne. Für die Organisatoren – die Stadtmarketing e.G. in Seesen, der Seesener „Beobachter“ und der Steinwaypark e.V. – ist die Qual der Wahl bei der vorhandenen Vielzahl von Filmen groß. Aus diesem Grund sind die Seesener aufgerufen, ihren Lieblingsfilm, den sie in einer lauen Sommernacht in ungewöhnlicher Atmosphäre genießen können, über die Kommunikationsplattformen des Seesener „Beobachter“ – per Post, per Coupon, per E-Mail, per Telefon oder per Fax zu wählen.
„Ungewöhnliche Veranstaltungen an ungewöhnlichen Orten“ – dieses Motto begleitet die Stadt nun schon seit April und sorgt im gesamten Landkreis für Interesse. Diese Linie soll auch mit der Veranstaltung am 13. August fortgesetzt werden. Ein Dichterwettstreit leitet ab 19 Uhr den Abend im Schatten des Amtsgerichts ein. Schon jetzt haben sich Dichter für den Wettstreit angemeldet. Für die Moderation des Wettstreits zeichnet Profi-Slammer Tom Schildhauer (Magdeburg) verantwortlich. Ab 22 Uhr wird dann mit aufwändiger Technik und tollem Sound die Wiese vor dem historischen Gebäude zum Kinosaal. Welcher Film gezeigt wird, kann das Publikum, wie gesagt, in einem Auswahlverfahren selbst bestimmen. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei, es wird allerdings um Spenden für das Spendendosenprojekt „Kultur für Kinder“ gebeten. Übrigens: Fürs leibliche Wohl wird am 13. August bestens gesorgt.
Das Film-Open-Air mit Poetry-Slam ist eine Veranstaltung im Rahmen des Projektes „Kultur in Dosen“, mit dem Seesen beim Städtewettbewerb „Ab in die
Mitte“ gewonnen hat. Mehr Informationen dazu gibt’s auch unter www.kultur-in-dosen.de
Und das sind die interessanten Filme, die von den Seesener „Video
Buster“-Experten ausgeguckt wurden und vorgeschlagen werden:
•1. Willkommen bei den Sch'tis (Frankreich 2008, Regie: Dany Boon –
(Trailer: http://www.videobuster.de/titledtl.php/willkommen-...): Der Postbeamte und Südfranzose Philippe Abrams (Kad Merad)wird unfreiwillig in den rauen Norden versetzt – zu den Sch'tis, wie die Ureinwohner wegen ihres Dialekts genannt werden. Zwei Welten prallen aufeinander. Schnell merkt Philippe, dass er den Sch'ti-Dialekt zwar überhaupt nicht versteht, die Menschen aber unglaublich herzlich sind. Allen voran der Postbote Antoine (Dany Boon), der bald sein bester Freund wird. Dazu bereitet ihm seine Frau Julie (Zoé Félix) an den freien Wochenenden im Süden den Himmel auf Erden, und Philippe fühlt sich im barbarischen Norden so glücklich wie nie! Wenn nicht plötzlich Julie auf die Idee kommen würde, sein „Leid“ mit ihm teilen zu wollen.
•2. Soul Kitchen (Deutschland 2009, Regie: Fatih Akin – Trailer: http://www.videobuster.de/titledtl.php/soul-kitche...): Kneipenbesitzer Zinos Kazantsakis (Adam Bousdoukos) ist vom Pech verfolgt: Erst zieht seine Freundin Nadine (Pheline Roggan) für einen neuen Job nach
Shanghai, dann erleidet er einen Bandscheibenvorfall. Als er in seiner Not den exzentrischen Spitzenkoch Shayn Weiss (Birol Ünel) engagiert, bleiben auf einmal auch noch die ohnehin schon wenigen Stammgäste aus. Und als wäre
das nicht schon genug, taucht auch noch sein leicht krimineller Bruder Illias (Moritz Bleibtreu) auf und bittet ihn um Hilfe. Während Zinos noch überlegt, wie er den Laden los wird, um Nadine nach China folgen zu können, locken Musik und die ausgefallene Speisekarte immer mehr Szenepublikum an. Das „Soul Kitchen“ rockt und boomt wie nie zuvor. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse.
•3. Vincent will Meer (Deutschland 2010 – Trailer: http://www.videobuster.de/titledtl.php/vincent-wil... iler): Es war der letzte Wunsch seiner Mutter: Noch einmal das Meer sehen. Doch jetzt ist Vincents Mutter tot. Und ihre Asche in einer Bonbondose unter seinem Bett. Vincent (Florian David Fitz) will ihr diesen letzten Wunsch erfüllen. Er wartet nur noch auf eine Gelegenheit, aus dem Heim, in dem er wegen seines Tourette-Syndroms sitzt, auszureißen. Gemeinsam mit der magersüchtigen Marie (Karoline Herfurth), dem zwanghaften Alexander (Johannes Allmayer) und dem geklauten Auto der Heimärztin Dr. Rose (Katharina Müller-Elmau) macht er sich auf dem Weg nach Italien ans Meer. Sein Vater (Heino Ferch) und Frau Dr. Rose heften sich an ihre Fersen...
•4. Schöne Frauen (Deutschland 2004, Regie: Sathyan Ramesh – Details: http://www.videobuster.de/titledtl.php/schoene-fra...
): „Schöne Frauen“ handelt genau davon: von schönen Frauen. Fünf Schauspielerinnen finden sich nacheinander zum Casting für einen Fernsehfilm ein. Sie schweigen, taxieren sich, begutachten sich und ihre Gegenüber. Im Laufe des Wartens kommen Karin (Ulrike C. Tscharre), Dana (Julia Jäger), Geno (Clelia Sarto), Barbara (Floriane Daniel) und Kandis (Caroline Peters) miteinander ins Gespräch, erst zögernd, dann immer offener. Sie tauschen sich über das betreffende Drehbuch aus, über ihre berufliche Situation und über ihr Privatleben. Jede von ihnen hat genug gute Gründe, engagiert zu werden, aber irgendwann stellt sich auch heraus: Keine von ihnen hat wirklich Lust, in diesem Film zu spielen. Aus einer spontanen Eingebung heraus schmeißen sie das Casting und machen sich lieber einen schönen Tag. Sie gehen gemeinsam in die Pommesbude und essen Sachen, die dick machen. Sie quatschen über alles Mögliche, wollen auf einen Berg steigen und landen stattdessen an der Küste, schließlich kommen sie in ein stillgelegtes Hotel, das zwei Musikerinnen als Proberaum nutzen. Es kommt zum kollektiven Besäufnis und anschließendem Seelenstriptease…
•5. Cinema Paradiso (Italien/Frankreich 1988, Regie: Giuseppe Tornatore – Trailer: http://www.videobuster.de/titledtl.php/cinema-para...): Eine Hommage an das Kino als faszinierender Ort für Träume und Leidenschaften: Die Geschichte von der Freundschaft zwischen dem skurrilen Filmvorführer Alfredo (Philippe Noiret) und dem kleinen jungen Toto. Als Erwachsener wird Toto in Rom ein berühmter Regisseur und kehrt in sein
sizilianisches Heimatdorf zurück.

Welchen Film wollen Sie sehen? Entweder Sie nutzen den Abstimmungscoupon im „Beobachter", der am 22. Juni veröffentlicht wurde und ein weiteres Mal in der Ausgabe vom 4. Juli zu finden ist – unter den Couponeinsendern werden Überraschungspreise verlost – , oder Sie stimmen per E-Mail (webmaster@seesener-beobachter.de), per Fax (05381-936513) beziehungsweise telefonisch ab (am 10. Juli, 11 bis 11.30 Uhr, Telefon: 05381-936517). Abgabeschluss ist der 10. Juli 2011, 0 Uhr.