Kuttenverbot für Hells Angels in Niedersachsen

Das Tragen von Hells Angels Symbolen ist ab sofort in Niedersachsen verboten. Ein entsprechender Erlass ist nach NDR Informationen im Innenministerium unterzeichnet worden.

Danach ist das Zeigen des typischen geflügelten Totenkopfs in der Öffentlichkeit untersagt. Zuwiderhandlungen können strafrechtlich geahndet werden. Das bestätigte eine Pressesprecherin des Innenministeriums auf Nachfrage.
Die Mitglieder der Rockergruppe Hells Angels dürfen nach gemeinsamen Recherchen von NDR Info und Hallo Niedersachsen damit weder ihre berüchtigten Kutten tragen, noch dürfen die Abzeichen auf Clubhäusern oder Motorrädern verwendet werden. Selbst entsprechende Tätowierungen auf der Haut müssen in der Öffentlichkeit abgedeckt werden.
Niedersachsens Innenministerium zieht damit die Konsequenzen aus einem Urteil des Hanseatischen Oberlandesgerichts von Anfang April dieses Jahres. Das OLG hatte die Insignien der Hells Angels zu Kennzeichen einer verbotenen Vereinigung erklärt. In Hamburg war der Ortsclub der Rockergruppe bereits 1983 verboten worden. Die Entscheidung des OLG Hamburg ist rechtskräftig.
Ähnlich hatten zuvor die Bundesländer Berlin, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt entschieden.