Landesausstellung 2013 als Tourismus-Motor

Die Funde am Harzhorn waren spektakulär. Nun soll das alte Römerschlachtfeld erlebbar gemacht werden.

Landtagsabgeordneter Rudolf Götz zeigt sich erfreut über Bereitstellung finanzieller Mittel

Seesen (mn/bo). Seit der Entdeckung des römischen Schlachtfeldes am Harzhorn im Jahr 2008 beschäftigt sich die Wissenschaft verstärkt mit der Epoche um 200 bis 400 nach Christi Geburt. Die bisherigen Erkenntnisse der Wissenschaftler fordern, dass die Beziehungen zwischen Römern und Germanen neu beleuchtet werden müssen. Der Norden des damaligen Germaniens, so die bisherigen Rückschlüsse der Forscher, hatte eine wesentlich größere Bedeutung im Römischen Reich als bisher angenommen.
In die Epoche zwischen 200 bis 400 nach Christi Geburt fallen auch die Entstehung der germanischen Großstämme wie der Franken und Sachsen. Und was liegt ob dieser neuen Erkenntnisse näher, als diese historische Epoche mit einer großen Landesausstellung zu beleuchten. Die geplante Ausstellung soll im Jahr 2013 zentral im Braunschweiger Landesmuseum erfolgen. Aber auch der Bereich um das historische Schlachtfeld am Harzhorn soll in diesem Zuge erlebbar und begehbar gemacht werden.
Das Land Niedersachsen hat für die Umsetzung des Ausstellungsprojektes 650.000 Euro zugesagt. Weitere Gelder sollen aus den Kassen von Stiftungen und weiteren Einrichtungen fließen. „Mit den bereits bewilligten Geldern“, so der Landtagsabgeordnete Rudolf Götz, „ist die geplante Ausstellung bereits jetzt gesichert.“
Besonders erfreut zeigt sich der Seesener Landtagsabgeordnete über den Beschluss im Haushaltsplan 2012, dass 100.000 Euro der bewilligten Mittel fest für Investitionen am Harzhorn eingeplant sind. Von dieser Investition, glaubt Götz, werden nicht nur die Region um Oldenrode-Düderode profitieren, sondern auch die angrenzenden Gebiete von Seesen, Osterode und Bad Gandersheim. Ferner ist sich der Landtagsabgeordnete sicher, dass durch die Möglichkeiten der modernen Archäologie auch in Zukunft wertvolle Erkenntnisse zur Geschichtsschreibung im Vorharz gemacht werden.