Landeskirche verzeichnet leicht gesunkene Wahlbeteiligung

In Seesen gingen 27,22 Prozent der Wahlberechtigten an die Urne / Frauenanteil weiter angestiegen

Seesen (bo). Mit einer leicht geringeren Wahlbeteiligung als vor sechs Jahren haben die Gemeinden der Landeskirche Braunschweig am Sonntag ihre Kirchenvorstände neu gewählt. Im Vergleich zur Wahl 2006 sank die Beteiligung um 1,8 auf 22,4 Prozent. Wie im Jahr 2006 stieg der Frauenanteil bei den gewählten Kandidatinnen und Kandidaten weiter an, von 57,4 auf 60,5 Prozent. Der Männerteil ist von 42,6 auf 39,5 Prozent gesunken. Der Altersdurchschnitt liegt ähnlich wie vor sechs Jahren bei 49 Jahren. Insgesamt wurden 1811 Personen gewählt, 1095 Frauen und 716 Männer. Ein weiteres Drittel der Kirchenvorstandsmitglieder wird berufen.
Deutlich gestiegen ist die Zahl derjenigen, die ihre Stimme per Briefwahl abgegeben haben, von rund 14 auf 16 Prozent. Dagegen ist die Zahl der Jungwählerinnen und Jungwähler von 1816 (2006) auf 1322 gefallen. Insgesamt gingen 72316 Kirchenmitglieder zur Wahl, wahlberechtigt waren 322585 Personen über 16 Jahre. Wiedergewählt wurden 1235 Personen, das entspricht 68,2 Prozent, drei Prozent mehr als vor sechs Jahren.
Mit mehr als 35 Prozent verzeichnet die Propstei Bad Gandersheim die höchste Wahlbeteiligung innerhalb der Landeskirche.
Die Propstei Braunschweig ist mit rund 12 Prozent das Schluss­licht. Die Ergebnisse der Propsteien im Einzelnen: Bad Gandersheim: 35,61 Prozent (2006: 37,96), Bad Harzburg: 26,14 Prozent (2006: 26,85), Braunschweig: 12,27 Prozent (2006: 14,28), Goslar: 23,24 Prozent (2006: 25,14), Helmstedt: 20,25 Prozent (2006: 22,76), Königslutter: 28,78 Prozent (2006: 29,53), Salzgitter-Bad: 21,28 Prozent (2006: 21,90), Salzgitter-Lebenstedt: 21,75 Prozent (2006: 22,48), Schöppenstedt: 33,54 Prozent (2006: 35,57), Seesen: 27,22 Prozent (2006: 29,27), Vechelde: 27,95 Prozent (2006: 30,85), Vorsfelde: 22,44 Prozent (2006: 25,98), Wolfenbüttel: 18,35 Prozent (19,74).