Landessparkasse unterstützt Restaurierung eines Segelflugzeugs

Das Foto zeigt von links: Udo Gebauhr, Stadtdenkmalpfleger, Björn Hinrichs, Spenden und Sponsoring der Braunschweigische Landessparkasse, Michael Heinrich Schormann von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, Stephan Wrobel, Besitzer des Segelflugzeugs sowie Lennart Rossian, 1. Vorsitzender der Akaflieg

50 Jahre alter „Oldtimer“ ist bewegliches technisches Kulturgut

Die Braunschweigische Landessparkasse unterstützt gemeinsam mit der Stadt Braunschweig, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sowie der Niedersächsischen Sparkassenstiftung die Restaurierung eines Segelflugzeugs der Akaflieg. Es handelt sich um das erste nach dem Krieg von den Studenten der TU Braunschweig, der Akademischen Fliegergruppe (akaflieg) Braunschweig, gebaute Hochleistungssegelflugzeug SB 5c - eines beweglichen technischen Kulturdenkmals (wie die offizielle Bezeichnung der Denkmalbehörde lautet), weshalb es förderungswürdig ist.

Die Studenten entwickelten nach dem 2. Weltkrieg in der Zeit von 1957 bis 1959 das Segelflugzeug SB 5. Das Flugzeug setzte zu der damaligen Zeit unter den üblichen Holzflugzeugen Maßstäbe und wurde schnell unter den Segelfliegern zu einem bezahlbaren Wunschobjekt. Das Flugzeug wurde in den Folgejahren von der Flugzeugbaufirma Eichelsdörfer sowie von Vereinen in Lizenz nachgebaut und wurde zu einem beliebten Hochleitstungssegelflugzeug.

Das Cockpit war gemütlich geräumig und gab dem Piloten eine sehr gute Sicht. Das Besondere an seiner Ausführung war der inzwischen gelernte Einsatz von Glasfaserkunststoffen. Das Vorderteil besteht aus einem Glasfaser-Balsholz-Glasfaser Sandwich. Die SB 5c kann als ein Bindeglied zwischen der alten Holzbauweise und der modernen Kunststoffbauweise angesehen werden. Der Erstflug fand 1965 statt. Das Flugzeug kam 1968 in private Hände und wurde von dem „Alten Herren“ der Akaflieg, Herrn Stephan Wrobel, 1999 „wiedergefunden“, aus einem Schuppen gezogen und für eine geplante Restaurierung sichergestellt.

Nach der Anerkennung als Kulturgut konnten die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Braunschweigische Landessparkasse mit der Niedersächsischen Sparkassenstiftung sowie die Stadt Braunschweig als Zuschussgeber für die rund 30.000 Euro teure Restaurierung gewonnen werden, die demnächst beginnt. Etwa die Hälfte wird durch Eigenleistungen erbracht.