Landfrauenverein Seesen auf Tour durch den Ambergau

Halbtagesfahrt führte nach Bornum, Bockenem und Volkersheim

Seesen (bo). Eine Halbtagesfahrt durch den Ambergau unternahmen jüngst die Seesener Landfrauen.Die erste Station war Bornum-Wilhelmshütte, hier besichtigte man den Historischen Hochofen, ein seltenes Industriedenkmal, der bis 1857 in Betrieb war.Über den Königsweg ging es nach Ortshausen und Jerze zurück nach Bornum, dann vorbei am Königsturm, der ehemaligen Grenze zwischen dem Herzogtum Braunschweig und Königreich Hannover, nach Bockenem. Hier wurde man vor der St.-Pankratius-Kirche schon von dem Herold erwartet, der ausführlich über die Geschichte der „Hansestadt“ Bockenem informierte. Das älteste Haus der Stadt ist das Tilly-Haus, Feldherr Tilly hatte hier sein Quartier im 30-jährigen Krieg bei der Schlacht von Lutter am Barenberge.
Bei der Besichtigung des Turmuhrenmuseums bekam man einen Eindruck von der Größe, Gewichtigkeit und der Technik dieser Uhren. Sie stammen zum größten Teil aus der Bockenemer Turmuhrenfabrik und Glockengießerei J.F. Weule, die von 1826-1966 Turmuhren sowie Glocken herstellte und weltweit bekannt ist. Sehens- und hörenswert ist auch das Glockenspiel am Giebel des Museums.
Weiter ging es dann unter der Führung des Ehepaars Bressel nach Volkersheim mit seinem Schloss, was als Altersresidenz genutzt wird, über Schlewecke, Werder und Nette nach Henneckenrode. Hier befindet sich im Schloss und einigen angrenzenden Gebäuden die Kinder- und Jugendhilfe Henneckenrode, eine Katholische Blum'sche Waisenhausstiftung. Dieses Heim beherbergt 50 Kinder sowie junge Mütter und Schwangere. Über Sottrum, Hakenstedt, vorbei am Schloss Söder, ging es zum ältesten Ort im Ambergau, nach Upstedt mit der 1000-jährigen Linde. Die letzte Station war Hary. Nach der Besichtigung der St.-Katharinen-Kirche freute sich die Gruppe auf Kaffee und Kuchen beim „Alten Gustav“. Gut gestärkt und voller schöner Eindrücke vom Ambergau trat man dann die Heimreise an.