Landkreis saniert Kreisstraßen

Im Herbst 2016 soll die K58 zwischen Engelade und Bilderlahe saniert werden.

Bis 2020 sollen 32 Straßen in Ordnung gebracht werden / Drei liegen in Seesen

Die Kreisstraßen gleichen mitunter Holperpisten. Insgesamt betreut die Kreisverwaltung 160 Kilometer Straßennetz und 14 Kilometer an Radwegen.

Damit die Verwaltung einen Überblick bekommt, wurden die Kreisstraßen in fünf Zustandsklassen eingeteilt, wobei die der fünften Kategorie am schlechtesten sind. Aktuell sind das Rund 21 Prozent also rund 34 Kilometer von 160. Der Landkreis erneuert schrittweise sein Straßennetz. 32 Straßen wurden in das Kreisstraßenbau- und Investitionsprogramm 2016 bis 2020 aufgenommen. In den nächsten vier Jahren sollen diese in Ordnung gebracht werden. Der „Beobachter“ stellt die Kreisstraßenabschnitte, die Seesen und dessen Ortsteile betreffen, einmal genauer vor: 

K58: Engelade-Bilderlahe:
Der Kreisstraße 58 zwischen Engelade und Bilderlahe gleicht einer Holperpiste. Der Landkreis sieht hier einen mittelfristigen Handlungsbedarf. Noch ist die Straße standfest, das heißt sie gibt unter der täglichen Belastung durch den Fahrzeugverkehr nicht nach. Eingeordnet ist der rund 1,4 Kilometer lange Streckenabschnitt in die Zustandsklasse vier. Zahlreiche Mängel liegen vor. Diese sollen noch in diesem Herbst behoben werden. Derzeit geht der Landkreis von einer dreiwöchigen Bauzeit aus. Unter Vollsperrung wird die Sanierung größtenteils erfolgen. Eine Umleitung wird ausgeschildert. In den drei Wochen Bauzeit wird auf die Fahrbahn eine zehn Zentimeter starke bituminöse Tragschicht und vier Zentimeter Asphaltdeckschicht aufgetragen. Im Anschluss werden die sogenannten Bankette – also die Seitenbereiche – und die Zufahrten angepasst. Die Kreisverwaltung investiert rund 302.000 Euro. Die Kosten trägt der Landkreis selbst. Die Sanierung der Asphaltdecke war bereits im Kreisstraßenbau- und Investitionsprogramm von 2014 drin. Damals war die Maßnahme bereits für das Jahr 2016 vorgesehen. Sie wurde ins neue Programm übertragen.

K 61 / K 58 bis Bahnübergang (Ortsdurchfahrt Seesen):
Die zweite Maßnahme betrifft den Abschnitt von der Kreuzung der Kreisstraße 61 / Kreisstraße 58 bis zum Bahnübergang in der Ortsdurchfahrt Seesen. Der rund 1,3 Kilometer lange Streckenabschnitt wurde der Zustandsklasse vier zugeordnet. Wie bei der K58 zwischen Engelade und Bilderlahe ist die Straße noch standfest. Jedoch sind die Schäden so gravierend, dass die Straße nur noch drei Jahre lang genutzt werden kann. Daher besteht ein mittelfristiger Handlungsbedarf. Schon lange spielt dieser Abschnitt in den Planungen des Landkreises Goslar eine Rolle. Bereits im Kreisstraßenbau- und Investitionsprogramm 2014 war die Asphaltdeckensanierung für das Jahr 2017 eingeplant. „Aufgrund der finanziellen Situation des Landkreises muss die Maßnahme verschoben werden. Die Sanierung ist nun für das Jahr 2018 vorgesehen”, teilt Landkreissprecher Maximilian Strache auf Anfrage des „Beobachter” mit. Die Gesamtkosten werden auf rund 438.000 Euro geschätzt. Sie trägt der Landkreis Goslar selbst. Vor Ort ist eine Sanierung der Asphaltdecke, wie bei der K58 , vorgesehen. Dazu werden eine zehn Zentimeter starke Trag- und eine vier Zentimeter starke Deckschicht aufgetragen. Im Anschluss werden die Seitenbereiche beziehungsweise die Bankette angepasst.

K 65 / B 242 bis zur Kreisgrenze in Richtung Gittelde:
Von den drei Seesener Kreisstraßen ist der Zustand der letzten am gravierendsten. Betroffen ist der 2,5 Kilometer lange Abschnitt zwischen der Kreuzung K65/ B242 bis zur Kreisgrenze in Richtung Gittelde. Der Landkreis Goslar hat die Straße in die höchste Schadensklasse (Zustandsklasse 5) eingestuft. „Aufgrund des Zustandes wird die Asphaltdeckensanierung ein Jahr vorgezogen“, sagt Strache. Heißt, 2018 sollen hier die Bauarbeiten starten. Bereits im Kreisstraßenbau- und Investitionsprogramm 2014 war die Maßnahme drin. Damals jedoch mit dem Jahr 2019 als Sanierungstermin. Für die 2,5 Kilometer lange Straße muss der Landkreis Goslar nach jetzigem Stand rund 707.300 Euro investieren. Wie bei den anderen beiden Straßenbauprojekten sieht die Sanierung wie folgt aus: Im Rahmen der Asphaltdeckensanierung werden eine zehn Zentimeter dicke Trag- und eine vier Zentimeter starke Deckschichte verbaut. Dann werden die Seitenbereiche an das neue Straßenprofil angepasst.