Lebenshilfe spendet Canadier an die Okerpiraten

Ein Canadier für die Lebenshilfe Seesen. (Foto: Ritzke)
Seesen (bo). Nachdem der Canadier der Lebenshilfe Bad Gandersheim-Seesen im Juni letzten Jahres auf der Innerste-Talsperre zu Wasser gelassen wurde, konnte er jetzt in fachkundige Hände übergeben werden. Der Vorsitzende der Lebenshilfe, Hans-Werner Ohlsen, hatte den Kontakt zu den Okerpiraten der Lebenshilfe Braunschweig hergestellt, da er es als sehr passend empfand, ein von Menschen mit Behinderungen mit hergestelltes Boot an eine Gruppe von Menschen mit Behinderungen abzugeben, welche dieses auch nutzen.
So wurde das 50-jährige Jubiläum der Lebenshilfe Braunschweig dazu ausgewählt, den Canadier in Empfang zu nehmen. Schüler der Kurpark-Schule machten sich gemeinsam mit Hans-Werner Ohlsen und Bernward Steinkraus, Geschäftsführer der Lebenshilfe Seesen, sowie F. Rohde, Koordinatorin der Kurpark-Schule, und F. Pannier, Klassenleitung der Klassenstufe III, auf den Weg nach Braunschweig. H. Beinroth, Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe Braunschweig, begrüßte die Schüler der Kurpark-Schule herzlich und brachte seine Freude über dieses „Prachtexemplar“ zum Ausdruck. Dieses unterstütze F. Ohlhorst, Mutter eines behinderten Kindes und langjähriges Mitglied der Okerpiraten, in ihrer Überleitung zur Taufe des Canadiers. Sie erklärte, der ausgewählte Name soll an den Gründer der Okerpiraten, Günter Paulsen, erinnern. Und so übernahm der Erbauer, H. Ritzke, Lehrer der Berufsbildenden Schulen Goslar Baßgeige/ Seesen und Kooperationspartner der Kurpark-Schule Seesen, gerne die Aufgabe der Taufe und formulierte: „Wir taufen dich auf den Namen Günter, wünschen dir allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.” Nach der Taufe wurde der Kanadier auf der Oker auch noch Probe gefahren, bevor alle Anwesenden zu einem wunderbaren Grillbuffet eingeladen wurden.
Nun ist der Kanadier in Braunschweig-Melverode gut untergebracht und wird voraussichtlich nach der Sommersaison von H. Ritzke gemeinsam mit den Mitgliedern der Okerpiraten winterfest gemacht, um im nächsten Jahr wieder „in See“ stechen zu können.