„Lebenswerteste Stadt der Welt“

Die Teilnehmer der diesjährigen Hausfrauenfahrt vor der Burg Hülshoff.

Fahrt des Hausfrauenbundes Seesen führte nach Münster

„Münster – lebenswerteste Stadt der Welt“, so sagen nicht nur die Münsteraner, man hört es auch in anderen Orten. Münster ist „die Stadt der Studenten und Fahrradfahrer, eine junge Stadt mit vielen Grünanlagen.

Gestaunt wurde über die Vielzahl der Geschäfte verschiedenster Ausrichtung und Preisklassen. Münster war das Ziel der jüngsten Fahrt des Seesener Hausfrauenbundes.
Am Schlossplatz begann der Aufenthalt mit einem kleinen Mittagessen am Bus, und dann begann die Stadtführung – auf den Spuren des Teams Thiel und Boerne und des Hobbydetektivs Wilsberg. Natürlich wurden auch andere Sehenswürdigkeiten nebenher gezeigt.
Das prächtige Fürstbischöfliche Schloss wurde von 1767 bis 1787 erbaut und ist das letzte in Deutschland errichtete größere Barock Schloss, jetzt ist es ein Teil der Universität Münster. Die Überwasserkirche mit der daneben befindlicher Diözesanbibliothek und dem Priesterseminar sah man, am Dom ging es vorbei.
Die Lambertikirche, eine spätgotische Hallenkirche, die noch heute die drei eisernen Käfige hat, in denen im 16. Jahrhundert die Leichen der Täufer-Anführer zur Schau gestellt wurden. Die Seesener machten ein paar Schritte auf der Promenade, eine 4,5 Kilometer lange autofreie Lindenallee, die auf der alten Stadtmauer errichtet wurde und sich als Grüngürtel um die Altstadt zieht. Nach der Führung konnte man sich noch allein umsehen, bevor es zum Hotel Schloß Hohenfeld im Stadtteil Roxel ging.
Am zweiten Tag der Fahrt wurde das Rüschhaus besucht, eine Mischung aus Herrenhaus und Münsterländer Bauernhaus. Während einer sachkundigen Führung sahen die Teilnehmer ein einzigartiges architektonisches Kleinod, wo Annette von Droste-Hülshoff ab 1826 mit ihrer Mutter und Schwester lebte. Ein kleiner Park hinter dem Haus und der Wassergraben waren ebenfalls beeindruckend. „Burg Hülshoff“ war die nächste Station. Umgeben von einem 30 Hektar großen Park liegt die historische Wasserburg auf zwei Inseln mitten in einer Wasseranlage. Hier wurde die Dichterin geboren und lebte knapp 30 Jahre dort. Neben den gut erhaltenen Räumen war die Bibliothek besonders hervorzuheben.
Nach einer Mittagspause trafen sich die Mitreisenden im Historischen Rathaus zur Besichtigung des Friedenssaals, der als Stätte des Westfälischen Friedens weltbekannt ist. Der heute noch original erhaltene Saal wird auch für offizielle Veranstaltungen genutzt. Der gotische Bau des Rathauses aus dem 14. Jahrhundert mit seinem charakteristischen Giebel ist Münsters Wahrzeichen. Im Krieg fast komplett zerstört wurde es in den 50er Jahren originalgetreu wieder aufgebaut. Der Nachmittag konnte zur freien Gestaltung genutzt werden.
Eine Rundfahrt mit einem in Katamaranbauweise und mit Solartechnik betriebenem Boot betrachtete man die vielen Grünanlagen, Villen und Skulpturen, die den Aasee umgeben. Über Warendorf, entlang der Deutschen Alleenstraße ging es nach Delbrück, wo im Freilichtmuseum „Das gastliche Dorf“ der beliebte Handwerkermarkt stattfand.
Viel zu schnell verging dort die Zeit, es war wirklich sehenswert, was dort geboten wurde.