Letzte Phase der Sanierung eingeläutet

Polizeioberkommissar Frank Decker hat am neuen Einsatzpult, dem Blickfang der modernisierten Wache, alles unter Kontrolle.
 
Polizeihauptkommissar Lothar Niemann weist den richtigen Weg. Besucher, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, erreichen die Wache aktuell nur über den Parkplatz des E-Centers.

Arbeiten am Seesener Polizeikommissariat schreiten voran / Wache wieder über Haupteingang erreichbar

Bereits seit Mitte Mai müssen die Beamten des Seesener Polizeikommissariats Dienst unter erschwerten Bedingungen absolvieren. Grund sind umfassende Sanierungsarbeiten im gesamten Polizeigebäude. In dieser Woche konnten die Seesener Polizisten nun endlich wieder einen Teil des Gebäudes in Betrieb nehmen, und zwar das Kernstück; die Wache.
Zwar fehlen an mancher Stelle noch die neuen Möbel, doch erstrahlt die frisch renovierte Einsatzzentrale der Polizei in der Frankfurter Straße schon jetzt in einem ganz neuen Licht. So wurde unter anderem die Schleuse am Eingang der Wache, die die Polizisten vor unangenehmen Besuchern schützen soll, von Grund auf erneuert. Und auch der große neue Einsatztisch ist ein Blickfang. Dieser hat nicht nur jede Menge Geld gekostet hat, sondern bringt die Seesener Wache auch technisch auf den neuesten Stand.
Für die Bürger dürfte aber die wichtigste Nachricht sein, dass das Polizeikommissariat jetzt wieder ganz normal über den Haupteingang zu erreichen ist. Einfach klingen, Anliegen vortragen und schon öffnet sich die Tür in den Vorraum der modernisierten Wachstube.
„Die Sanierungsarbeiten haben den Kollegen schon ordentlich zugesetzt, deshalb sind jetzt auch alle froh, dass die Arbeiten nun auf die Schlussgerade einbiegen“, erklärt Polizeihauptkommissar Lothar Niemann, designierter Leiter des Einsatz- und Streifendienstes im Seesener Polizeikommissariat. Einzig die Notrufanlage, rechts neben der Eingangstür ist noch nicht wieder in Betrieb. Deshalb müssen Hilfesuchende, sollte die Wache aufgrund von Streifefahrten oder Einsätzen nicht besetzt werden, den Notruf wählen.
Doch trotz des sichtbaren Baufortschritts müssen die Beamten und die Besucher auch in den nächsten sechs Wochen noch mit einigem Lärm und Behinderungen zurechtkommen. Gegenwärtig wird nämlich noch die Außenfassade und das Flachdach saniert. Aus diesem Grund musste auch die Einfahrt links neben dem Gebäude gesperrt werden, da sich dort für die Zeit der Bauarbeiten ein großes Gerüst befindet. Besucher, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, werden deshalb gebeten den hinteren Zugang der Wache zu benutzen, der für die Zeit der weiteren Bauarbeiten über den Parkplatz des E-Centers erreichbar ist.
Die Goslarer Grundstücksgesellschaft List, die Eigentümer des Gebäudes ist und an die Polizei vermietet, bringt rund eine halbe Millionen Euro für die Sanierung des Polizeikommissariats auf. Dabei wird vor allem auch auf die Umsetzung neuester energetischer Standards gesetzt. Wie Bernd Stautmeister von der Firma List mitteilt ist bei einem solchen öffentlichen Gebäude natürlich besonders auf die energetische Sanierung zu achten, da es sich um eine Art Aushängeschild handelt. „Die komplette Heizungsanlage, die Wärmedämmung und die Fenster werden deshalb auch unter strengen energetischen Vorgaben saniert“, erklärt Stautmeister.
Mit der kompletten Fertigstellung, also der Innen- wie Außensanierung, ist demnach auch erst in ein paar Wochen zu rechnen, das Arbeitsumfeld der Seesener Polizei ist aber schon jetzt wieder deutlich angenehmer.