Licht-Event Highlight des Kulturenfestes

Die Hildesheimer Studenten begeisterten auf der „schwarzen“...
Seesen (G. J.). Das wird eine großartige In­szenierung“, versprach Frauke Witzler – Studentin an der Hildesheimer Hochschule für angewandte Kunst und Wissenschaft – im Vorfeld des Kulturenfestes anlässlich einer Pressekonferenz des Stadtmarketings. Und sie hatte nicht zuviel versprochen. Denn: Die Lichtinstallation auf dem Jacobsonplatz avancierte im wahrsten Sinne des Wortes zum „Highlight“. Mit Kameras waren die Studenten in den vergangenen Monaten in der Vorharzstadt unterwegs, um Material für ihre Licht- und Videoinstallationen „einzufangen“. Nun, die Ergebnisse, die neben den Lichtspielereien auf der Bühne präsentiert wurden, konnten sich sehen lassen: Sechs Videos mit Seesener Impressionen flimmerten mittels Moving-Beamer über die sechs Riesen-Flachbildschirme, die in luftiger Höhe auf dem Jacobsonplatz errichtet worden waren. Die ungezählten Besucher des Kulturenfestes zeigten sich sowohl von den imposanten Darbietungen auf der Bühne als auch vom Höhen-Licht-Spektakel begeistert und sparten nicht mit Beifall.
Das Kulturenfest wurde bereits um 13 Uhr von Bürgermeister Jahns im Beisein seiner Stellvertreter und der Repräsentanten des Stadtmarketings eröffnet. Jahns gab seiner Freude über die kulturelle Vielfalt in Seesen und auch darüber Ausdruck, dass sich neben den „Ur-Vorharzstädtern“ mittlerweile zahlreiche ausländische Bürgerinnen und Bürger in Seesen wohl fühlten und hier eine neue Heimat gefunden hätten. Ferner erinnerte Jahns an die zahlreichen prominenten Einwohner wie Steinway, Spohr und Busch: „Mit diesen Pfunden können wir wuchern“. Abschließend würdigte er das Engagement des Stadtmarketings und insbesondere den Einsatz von Projektleiterin Elke Roch, die maßgeblich dazu beigetragen habe, dass 2011 großartige Feste in Seesen hätten stattfinden können. Es sei eine Sequenz von Veranstaltungen gewesen, „die die Menschen in der Tat in die Mitte der Stadt brachten“. Anschließend informierten in der „Zeltstadt“ Vertreter von 20 verschiedenen Kulturen über ihr gesellschaftliches und religiöses Leben, kredenzten landes- und kulturtypische Gaumenfreuden und kamen mit den Besuchern des Kulturenfestes ins Gespräch. – Am musikalischen Rahmenprogramm waren übrigens „Gunna & Olli“ (Baladesker Rock), Florian Heinmann (italienische Arien), Irina (russische Lieder), Mizwa-Ensemble (jüdische Lieder), Internationaler Treff (Flamenco), Seesener Chöre (Karl Jenkisn: Adiemus) und Katharina Hoyer (Geige; opening „Licht-Event“) beteiligt.