Logopädie und Ergotherapie jetzt unter einem Dach

Susanne von der Ehe (2. v. l.) und ihr Logopädinnen-Team heißen Ergotherapeutin Christel Morgenstern willkommen.
Seesen (kno). Das nennt man dann wohl ein volles Haus: Rund 100 Gäste, darunter viele Patienten, gaben sich in der Poststraße 10 die Klinke in die Hand. Mit einem Tag der offenen Tür feierte hier Susanne von der Ehe das 15-jährige Bestehen ihrer Logopädischen Praxis. Das allein wäre schon Grund genug gewesen, um die Räumlichkeiten einmal der Öffentlichkeit zu präsentieren. Doch es gab noch einen zweiten, nämlich die Neueröffnung einer Ergotherapeutischen Praxis. Da ließ es sich auch Bürgermeister Hubert Jahns nicht nehmen, zusammen mit Ehefrau Renata persönlich zu gratulieren.
Genügend Erfahrung hat Susanne von der Ehe in den vergangenen zwei Jahrzehnten allemal gesammelt. Nach einer Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin legte sie 1993 das Examen zur staatlich anerkannten Logopädin ab. Nach einigen Jahren freiberuflicher Tätigkeit in diesem Bereich wagte sie 1996 den Schritt und eröffnete in Seesen ihre Logopädische Praxis — zunächst in der Jacobsonstraße, dann „Am Markt“ und seit Januar dieses Jahres in der Poststraße. Vor fünf Jahren eröffnete sie außerdem eine Zweigstelle in Oker. Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen vom Säugling bis zum Erwachsenen werden hier nach verschiedensten Methoden und neuesten Erkenntnissen behandelt – natürlich nach ausführlicher Diagnostik.
Wie erwähnt, hat das aus Susanne von der Ehe und vier weiteren Logopädinnen bestehende Team nun „Zuwachs“ bekommen. Mit Christel Morgenstern steht eine Ergotherapeutin zur Verfügung, die auf eine 20-jährige Berufserfahrung und zertifizierte Fortbildungen in den Fachbereichen Pädiatrie, Neurologie, Rheumatologie und Hand-Chirurgie blicken kann.
Susanne von der Ehe hat sich mit der Ergotherapeutischen Praxis „ein zweites Standbein geschaffen“, wie sie selbst sagt. Aber es ist weit mehr als das. Denn das Zusammenspiel von Sprach- und Ergotherapie unter einem Dach bietet den jungen und älteren Patienten nur Vorteile. Beispiel: Kinder mit Teilleistungsstörungen wie Lese-Rechtschreibschwäche in Verbindung mit ADHS oder Schlaganfallpatienten mit halbseitiger Lähmung und entsprechenden Sprachstörungen. Bei alldem ist die Mitarbeit des Patienten von größter Wichtigkeit; und das im Fall von Kindern die Eltern stets auf dem Laufenden gehalten werden, versteht sich wohl von selbst.