„Mäkeln scheint zum Parteiprogramm zu gehören“

Die Baustellen im Seesener Stadtgebiet, wie hier im Bereich der Kampstraße, beschäftigen aktuell die politischen Gemüter in der Vorharzstadt.

CDU/FDP-Gruppe reagiert auf Baustellen-Diskussion / Rudolf Götz: „In Seesen wird gut und solide gebaut“

Nachdem sich die SPD zum Thema Baustellen in Seesen öffentlich zu Wort gemeldet hat und von Bürgermeister Erik Homann Antworten eingefordert hat, hat sich nun auch die CDU/FDP-Gruppe im Rat der Stadt Seesen in die Diskussion eingeschaltet. Einmal mehr, so die CDU/FDP, werde der Eindruck erweckt, dass Baustellen nicht gut sind. Dem könnte man so folgen, wenn man die Einlassungen der SPD-Fraktion für bare Münze nimmt, heißt es in einemSchreiben.
An vielen Stellen, so die CDU/FDP weiter, in Seesen wird zurzeit gebaut. So beispielsweise entsteht ein vollkommen neuer Edeka-Markt hinter dem Wilhelmsbad. Investoren würden hier auf die Zukunft in Seesen setzen.
Verschiedene Tiefbaumaßnahmen im Stadtgebiet dauern sicherlich ihre Zeit. Wenn man sich mit den jeweiligen Einzelflächen befasst, wird in Seesen gut und solide gebaut. Die Verzögerungen an der Brücke Kampstraße ergaben sich durch eine fehlende Abdichtung, die im Jahr 1937 leider nicht eingebaut worden sei. Beton müsse nun einmal aushärten. Deshalb, so die CDU/FDP, sind Brückenbauten immer etwas langwieriger. Übrigens hätten die Mitarbeiter der Baufirmen auch das Recht, mit der Familie im Sommer Urlaub zu haben. Deshalb gäbe es Betriebsferien und das könne zu Verzögerungen führen. Die Tiefbauarbeiten im Bereich der Steinbühlstraße werden von der Harzenergie durchgeführt. Neben den Kanalarbeiten mussten auch die Regenwasserkanäle überholt werden. Dies sei jederzeit Teil der laufenden Unterrichtungen in den politischen Gremien der Stadt gewesen.
Weiter wies die CDU/FDP-Gruppe darauf hin, dass seit 2003 die Gebäude auf dem Meinecke-Areal leergestanden haben. Rat und Verwaltung hätten sich über Jahre bemüht, neue Investoren zu finden. Die Bagger hätten in der Ferienzeit ordentlich was geschafft. Nun geht es in die Endphase, um das Grundstück baureif herzurichten. Um einen schnellen Baubeginn zu gewährleisten, seien schnell und zügig die möglichen Fördermittel gewährt worden.
Durch die Sanierungsmittel von Bund und Land für den Innenstadtausbau sei man in der Lage gewesen, wie sonst bei vielen anderen Projekten im Oberharz üblich, auch einmal in Seesen eine größere Investition zu unterstützen. Der Eigenanteil der Stadt betrage höchstens 75.000 Euro. Die restlichen Beträge kommen vom Bund und Land. Dies, so argumentiert die CDU/FDP, sei weniger wie zum Beispiel bei der Bezuschussung für neue Filteranlagen für das Freibad Rhüden.
Für die Innenstadtanlieger aber auch für die Innenstadtbesucher sei der Abriss und Neubau des Meinecke-Areals sicher auch eine Belastung. Jeder, der einmal gebaut hat, könne sein eigenes Lied über Bauarbeiter singen. „Dass die SPD nun herummäkelt und herumkritisiert scheint mittlerweile Parteiprogramm für ganz Niedersachsen zu sein“, so Rudolf Götz für die Ratsmehrheit.
Nächstes Jahr, so die Planung, wird der Neubau fertiggestellt sein. Bis dahin werde es noch den einen oder anderen Ärger geben. 2013 sei dann endlich die Gefahr der Entstehung einer Innenstadtruine am besten Platz gebannt. Seesen habe seine Mitte neu gestaltet zurück und mit Leben erfüllt. Das sei immer der Wunsch einer großen Mehrheit gewesen, heißt es zum Schluss.