Malaysia könnte eigentlich so zauberhaft sein...

Das Leben der Frauen in Malaysia wurde eindrucksvoll dargestellt. (Foto: Wunderlich)

Weltgebetstag wurde in Seesen ökumenisch mit 100 Interessierten gefeiert

Seesen (G. O.). Malaysia könnte zauberhaft sein: Mit vielen Stränden, fruchtbaren Ebenen an den Küsten, tropischem Dschungel, Hügeln und Bergen bis 4000 Meter versucht es mit Erfolg, Touristen anzuziehen. Wenn es Korruption, Ungerechtigkeit und vor allem die Menschenrechtsverletzungen nicht gäbe. Aber man spricht unter dem Druck der Regierung am besten nicht darüber. Auch für Christinnen und Christen (gut neun Prozent) kann es gefährlich sein, Kritik zu üben.
Am Weltgebetstag ließen die Menschen in Malaysia die Bibel sprechen und erreichen so für die Zukunft hoffentlich offene Augen und Ohren für die Probleme der Bevölkerung, gerade auch in Bezug auf die Bewohnerinnen des Landes, die sonst oft stumm vor sich hinleiden, weil ihnen keine Stimme gegeben wird.
Frauen in Malaysia müssen oft Korruption und Gier ertragen sowie sexuelle Ausbeutung.
Im Weltgebetstagsgottesdienst, in der Seesener St.-Andreas- Kirche, wurde diesen Menschen eine Stimme gegeben. Erstens durch die zahlreich Ausführenden aus der evangelischen und katholischen Gemeinde, die sich im Vorfeld viele Gedanken gemacht haben, wie die Weltgebetstagsordnung ausgestaltet werden kann. Sie haben durch Schauspiel, Anspiele und Zwischenrufe den vorgegebenen Text gekonnt veranschaulicht und lebendig gemacht.
Weiterhin durch die Gesang- und Instrumentalgruppe, die Musikstücke durch unterschiedliche Instrumente und Darbietungswahl gekonnt vorgetragen und die Gemeinde zum Mitsingen annimiert hat, sowie durch die Mädchenkantorei, die das Vaterunsergebet musikalisch vortrug und den Wunsch „Let there be peace on earth and let it beginn with me“ mit Klavierbegleitung intonierte. Die zahlreich Ausführenden und die noch zahlreicher erschienenen Besucherinnen und Besucher haben einen eindrucksvollen Gottesdienst erlebt, der dann noch im Kirchenzentrum seinen Ausklang fand.
An einer liebevoll gedeckten Tafel, mit kleinen Flaggen des Landes geschmückt, konnte in großer Runde Platz genommen werden, um die zubereiteten malaysischen Speisen zu probieren. Bei Hühnersuppe, Dips und Chutneys sowie Kuchen und Tee konnten alle „Asien herausschmecken“. Bei einem eindrucksvoll zusammengestellten Diavortrag kam auch der optische Genuss nicht zu kurz.
Fazit: Eine rundum gelungene Veranstaltung, die eine positive Resonanz erhielt, ging so zu Ende. Nun können sich schon alle auf den Weltgebetstag 2013 freuen, welcher am ersten Wochenende im März zu Frankreich in der katholischen Maria-Königin-Kirche stattfinden wird.