Maulwurf „Mauli“ avancierte zum Publikumsliebling

"Gemeinsam sind wir stärker", das lebten "Bibi", "Mauli" und der verzauberte Ferdinand in Krötengestalt auf der Bühne.
 
Happy-End: Prinz Ferdinand kniet vor seiner geliebten Klara nieder.

Viel Applaus erntete das Junge Bühne Ensemble am vergangenen Wochenende bei allen drei Aufführungen ihres diesjährigen Kinderstückes „Froschkönig Ferdinand oder gemeinsam sind wir stärker“. Selbst komponierte Musik und „Mauli“ setzten die Glanzlichter.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Hexe Trudi (gespielt von Gaby Töpperwien) will den hübschen Prinzen Ferdinand von Lichtenfels (Roman Lamprecht) heiraten. Der liebt aber Prinzessin Klara (Anna Tabea Töpperwien) und will von Trudi nichts wissen. Nicht einmal kochen könne sie! Damit nimmt das Kinderstück in der Aula am Sonnenberg seinen Lauf. Mit einem kleinen „Rache-Süppchen“ verwandelt Trudi den Prinzen in einen hässlichen und schwerfälligen Froschkönig. Zwar lässt sich dieser böse Zauber rückgängig machen, aber dieses Unterfangen erscheint schier aussichtlos. Nur wenn der Froschkönig von einer echten Prinzessin geküsst wird ohne, dass sie etwas von seinem Geheimnis weiß, kann der Zauber gebrochen werden. Dann sind da noch Maulwurf „Mauli“ (Tania Husar) und Biberdame „Bibi“ (Manuela Löffler). Maulwurf „Mauli“ ist eine Mischung aus Bruce Lee und Ninja Turtle. Gemeinsam mit „Bibi“ als tollen Helfer und echten Freund bilden sie mit dem Froschkönig eine starke Allianz gegen Hexe Trudi. König Maximilian (Michael Asch-Jacobs) ist zu dieser Zeit mit Prinzessin Klara und Kutscher Heinrich (Dieter Lemke) auf dem Weg in ihre Heimat, in das Sumpfland. Dort im Schloss wollte man den Prinzen Ferdinand zum Abendessen empfangen. Leider hatten sie auf ihrer Reise eine Panne. Ein Rad der Kutsche war gebrochen und zwang die drei Reisenden eine Pause einzulegen. Um sich die Zeit zu vertreiben spielte die Prinzessin mit ihrem besonderen goldenen Ball. Wie es der Zufall will landet der Ball mit einem gewaltigen Wurf in einer dunklen Höhle, die gleichzeitig Versteck des Froschkönigs ist. Er hilft ihr nicht ganz uneigennützig bei der Wiederbeschaffung und lädt sich – als Bedingung – zum Abendessen ins Schloss ein. Aus Dankbarkeit lädt Prinzessin Klara auch „Bibi“ und „Mauli“ ein. Natürlich schmeckt das alles der Hexe Trudi nicht, die als Köchin beim König angeheuert hat. Ohnehin wäre sie jetzt lieber die Gemahlin von König Maximilian. Gemeinsam wenden „Bibi“ und „Mauli“ das Blatt für den Froschkönig zum Guten und schaffen es, ihn trotz Trudis Fallen, rechtzeitig ins Schloss zu bringen. „Mauli“ bringt immer wieder das Publikum zum Lachen. Dieses Publikum ist dankbar für die „Karate Showeinlagen“, "Maulis" Mimik und Gestik. Auch als „Tante aus Indien“ sorgt sie für Heiterkeit. Sobald Bewegung ins Kinderstück kommt, ist das Publikum voll da. Natürlich gab es auch ein Happy-End: Trudi erlag einem eigenen Zauber und stand wie aus dem Nichts als hoppelndes Häschen auf der Bühne. Sie wurde anschließend für immer in den Wald verbannt. Als Dank für seinen Mut küsste die Prinzessin den Ferdinand in Krötengestalt, der damit wieder zum hübschen Prinzen wurde. Das „Freunde-Lied“ als Schlusslied sorgte für den tollen Abschluss.

Aufgeteilt auf drei Vorführungen präsentierten die JBS `ler Theater für Kinder, gespickt mit musikalischen Einlagen, tollen Kostümen, Masken und stimmungsvollen Bühnenbildern. Mit viel Applaus belohnt und mit Bravour haben die Akteure ein unterhaltsames Kindermärchen auf die Seesener Bühne gebracht. Auch wenn das diesjährige Kinderstück nicht jeden Geschmack traf, setzten die von Daniela Feix komponierte Musik und die Rolle von Maulwurf „Mauli“ mit viel Situationskomik, die Glanzlichter des Theaterstückes. Hairi Feix (Gitarre) hatte die beiden Musikstücke „Freunde“ und „Das Hexensuppenlied“ eigens für das Stück arrangiert. Gemeinsam mit seiner Frau Daniela (Keyboard), Tochter Lena (Geige) und Uwe Klöppner (Schlagzeug) sorgte er gleichzeitig für die musikalische Begleitung. Tania Husar erntete mit „Mauli“ einen Szenenapplause nach dem Anderen und lockerte damit die für die jüngsten Zuschauer teils sehr langatmigen Dialoge auf.

Hinter den Kulissen und nicht im Text oben aufgeführt: Ursula Antl, Andreas Gründler, Manuel Grzechowiak, Sascha Garbe, Andreas Reincke, Thore Reincke, Friedhelm Grotjahn, Andreas Tappe, Daniela Wons, Jessica Dollichon, Uwe Zwick, Antje Peckhaus, Inge Dannemann, Stefanie Weers, Stefan Kottwitz, Jan Neufeld, Stephan Neufeld, Nele Töpperwien, Andrea Wilhelm und Salon Koch.

Ein Kindertheaterstück von Horst Arenthold
Regie führte: Petra Gründler