Meerpumpenkamp: Entscheidung vertagt

Verwaltung zieht Drucksache zurück

Während seiner Sitzung am Mittwochabend beschäftigten sich der Rat der Stadt Seesen einmal mehr mit dem Verkauf des Gewerbegebiets „Meerpumpenkamp“. Wie bereits mehrfach berichtet, beabsichtigt die Stadt Seesen, das gesamte Gewerbegebiet für den Betrieb einer Photovoltaik zu verkaufen. Eine Bauvoranfrage wurde zwischenzeitlich positiv beschieden, die Einspeisung in das Netz der HarzEnergie ist ebenfalls möglich.
Der ursprünglich vorgesehene Verkauf an die Firma Jahnsolar ist indes gescheitert, da die Firma mitgeteilt hat, dass eine wirtschaftliche Realisierung des Projektes zum ursprünglichen Kaufpreis von einer Million Euro für sie nicht mehr möglich sei.
Die Firma Jahnsolar hat ihr Angebot daher im März auf 371.000 Euro (3,5 Euro pro Quadratmeter) reduziert. Ein weiteres Unternehmen hatte ursprünglich ein Angebot von rund 420.000 Euro abgegeben.
Mit diesem Unternehmen wurden, nachdem die Firma Jahnsolar ihr Angebot zurückgezogen hatte, neue Verkaufsverhandlungen aufgenommen. Es lag nun ein verbindliches Angebot in Höhe von 500.000 Euro vor. Zunächst sollte am Mittwoch der Verkauf durch den Rat abgesegnet werden. Doch es gibt offenbar noch Diskussions- und Beratungsbedarf innerhalb der Fraktionen.
Entscheidung vertagt:

Nächste Ratssitzung
findet am 24. April statt


Dem vorausgegangenen Antrag der SPD, über den Verkauf in nicht öffentlicher Sitzung zu entscheiden, wurde nach einer Sitzungsunterbrechung abgelehnt. Denn dann, so erläuterte Bürgermeister Erik Homann auf Nachfrage des „Beobachter“ sei das Ergebnis höchstwahrscheinlich angreifbar gewesen. Letztlich wurde die Drucksache von der Verwaltung zurückgezogen und der Verkauf des Gewerbegebietes vertagt.
Nun soll am 24. April in einer weiteren Sondersitzung des Stadtrates über den Verkauf entschieden werden.