Mehr als 20.000 Stunden mit 87 Feuerwehrkameraden

Ortsbrandmeister Wolfgang Sachse (1.v.l.) und Stellvertreter Franz - Peter Knopp (1.v.R.) sprachen bei der Jahreshauptversammlung Beförderungen aus. Die Beförderungen ab Löschmeister übernahm Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke.
 
Wertschätzung für ihren Einsatz für die Allgemeinheit erfuhren Volker Schnellbeck (3.v.l.) für 40 Jahre und Dieter Pieper (2.v.l.) für 50 Jahre Feuerwehr. Auf dem Foto mit Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke (2.v.r.), Ortsbrandmeister Wolfgang Sachse (1.v.l.) und dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Andreas Hoppstock (1.v.r.).

Ortsfeuerwehr Seesen zog Bilanz und ausführlichen Rückblick – Ehrungen und Beförderungen.

Im Bürgersaal der Stadt Seesen fand am vergangenen Wochenende die 143. Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Seesen statt. Auch Bürgermeister Erik Homann kam. Pünktlich um 19 Uhr eröffnete Ortsbrandmeister Wolfgang Sachse die diesjährige Jahreshauptversammlung.
Neben den aktiven Kameraden, den Kameraden der Altersabteilung, dem Ortskommando, den fördernden Gästen begrüßte der Ortsbrandmeister auch viele Gäste. Darunter Bürgermeister Erik Homann, dessen 1. Stellvertreter Jürgen Ebert, den Bauhofsleiter Torsten Vollbrecht, den Feuerschutzausschussvorsitzenden Norbert Stephan, den stellvertretenden Kreisbrandmeister Andreas Hoppstock, den Leiter der Werkfeuerwehr Crown Christian Mohr, DRK Bereitschaftsführer Wilfried Wende, Ehrenstadtbrandmeister Manfred Struck, Ehrenmitglied Günther Phillips und Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke. Auch die Feuerwehren aus Thale und Bad Gandersheim entsendeten Vertreter nach Seesen.

Nach einer Schweigeminute zum Gedenken an die verstorbenen Kameraden und Mitglieder, besonders unserem ehemaligen Bürgermeister Hubert Jahns und Hans Joachim Probst Alias „Zwetsche“ wurde die Niederschrift der 142. Jahreshauptversammlung genehmigt. Anders, als in den Vorjahren wurde die Niederschrift nicht verlesen, sondern vorab ausgelegt.
Es folgte der Tätigkeitsbericht für das Jahr 2013 mit 152 Einsätzen, darunter 58 Brandeinsätze und 72 Hilfeleistungen. Beeindruckend waren, neben den vielen Aktivitäten im vergangenen Jahr, die Zahlen zu Ausbildungs-, Übungs- und Einsatzstunden. Da erreichte die Ortsfeuerwehr Seesen mit 87 Kameraden über 20.000 Stunden. Nach dem Bericht des Ortsbrandmeisters folgten die Berichte des Jugendwartes, Kinderfeuerwehrwartes, Kassenprüfer und Gefahrgruppe. Kassier Kassierer Ulrich Waselewsky beschränkte sich auf die Verlesung der wichtigsten Kassabewegungen und wurde anschließend Einstimmig von der Mannschaft entlastet. Zum neuen Gruppenführer 80-16 wurde Markus Dörrie gewählt. Jugendfeuerwehrwart und Stellvertreter wurden im Amt bestätigt. Michael Müller gewann im Anschluss die Wahl zum Kassenprüfer im 1.Zug.
Was wäre eine Jahreshauptversammlung der Feuerwehr ohne die Auszeichnung der langjährigen Wehrmitglieder und Beförderungen? Für ihren Einsatz für die Allgemeinheit besonders hervorgehoben wurden Volker Schnellbeck für 40 Jahre und Dieter Pieper für satte 50 Jahre Feuerwehr. Daran reihten sich Beförderungen vom Feuerwehrmann bis zum Hauptlöschmeister. Zum Feuerwehrmann befördert wurden Niklas Deneke, Jan Flüg und Dorian Lüders. Zum Oberfeuerwehrmann Christian Bär, Justin Fiedler, Sascha Grießel, Stephan Polenz und Julia Horn (OFF). Hauptfeuerwehrmann wurden Tobias Henkel, Dennis Johr und Michael Schwertfeger. Zum 1.Hauptfeuerwehrmann befördert wurden Jan Broszeit und Michael Hartmann. Seit Samstag sind Michael Müller (1) Löschmeister und Michael Müller (2) Oberlöschmeister. Die höchste Beförderung des Tages wiederfuhr Ullrich Köllner zum Hauptlöschmeister. Aus gesundheitlichen Gründen wechselte Jörg Fuochi nach nun fast 40 Jahren Feuerwehr in die Altersabteilung.

Nach den Ehrungen sowie Beförderungen folgten Grußworte der Gäste. Bürgermeister Erik Homann begrüßte es, dass das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung nicht mehr vorgelesen, sondern nur noch genehmigt wird. Er sprach insbesondere seine Wertschätzung als Person und Vertreter der Stadt Seesen für die Zeit aus, die die Kameraden investieren. „Höchste Anerkennung für die geopferte Zeit“, betont Homann. Auch Andreas Hoppstock würdigte als stellvertretender Kreisbrandmeister die ungebrochene Bereitschaft der Kameraden „Leuten denen geholfen werden muss auch zu helfen“. Nach wie vor Thema waren der Digitalfunk und die digitale Alarmierung. Nachdem nun in Seesen die digitalen Funkwellen in voller Stärke ankommen wird in 2014 Seesen in die Testphase gehen. Auch die Parkplatzsituation an der Seesener Feuerwache zu Zeiten der Konzerte an St. Andreas wurde angesprochen. Hier bestünde nach wie vor die Gefahr, dass Verkehrsteilnehmer sich nicht an die Beschilderung halten und insbesondere die Großfahrzeuge der Wehr wertvolle Zeit verlieren. Auch Brennpunktthema BAB7 fehlte nicht. Beide Ortswehren Seesen und Rhüden werden im Augenblick zusammen alarmiert um die Einsatzstelle von beiden Seiten anzusteuern. Dieses Ausrückverfahren ist zwar wichtig, vergrößert jedoch die Einsatzzeiten der Wehren.

Zum Abschluss gab Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke unter anderem einen Einblick in die aktuelle Bilanz der Ortsfeuerwehr. In 2013 hat das Hochwasser die Wehren wieder stark beschäftigt und auch ein "Hochwasserhilferuf" aus Magdeburg wurde professionell durch die Seesener Wehr abgearbeitet. Insbesondere die Situation um das Thema „Gerätehäuser“ möchte Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke im neuen Jahr 2014 angehen. Auch der Stadtbrandmeister verwies auf das volle Signal beim Digitalfunk in Seesen und dem Einbau in die Fahrzeuge zu Beginn des Jahres. Ab Februar wolle man die ersten Tests machen.