Mehrgenerationenhaus im neuen Folgeprogramm

MarionDeerberg. (Foto: Kiehne)

Bundesministerium für Familien bewilligt 40.000 Euro Zuschuss / Marion Deerberg: „Wir sind glücklich!“

Seesen (bo). Das Mehrgenerationenhaus in der Harzstraße 9 gehört zu einer sehr bedeutenden Einrichtung in Seesen. Seit der Aufnahme in das Aktionsprogramm „Mehrgenerationenhäuser“ im Jahr 2007 wurden vielseitige Angebote und Dienstleistungen für alle Altersgruppen und Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft geschaffen. Für viele Bürger und Bürgerinnen ist das Mehrgenerationenhaus nicht mehr wegzudenken und zu einem festen Bestandteil in ihrem Leben geworden. Vieles ist mit großem bürgerlichen Engagement und gesellschaftlicher Verantwortung professionell geschaffen worden. In Deutschland wurden seit 2006 insgesamt 500 Mehrgenerationenhäuser durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt eingerichtet.
In diesem Jahr endet für viele Häuser die Bundesförderung, für einige bereits im Herbst und für andere am Ende dieses Jahres, so auch für das Mehrgenerationenhaus in Seesen. Alle Häuser standen vor dem gleichen Problem mit der Frage: „Wie geht es weiter?“. Um die Arbeit der Mehrgenerationenhäuser fortzuführen, hat das Bundesmi­nis­terium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gemeinsam mit allen Bundesländern und Kommunen an der Weiterentwicklung der Häuser zu Knotenpunkten bürgerschaftlichen Engagements ausgearbeitet. Dabei wurden neue Handlungsfelder wie Freiwilliges Engagement, Haushaltsnahe Dienstleistungen, Alter und Pflege und Integration und Bildung in das Folgeprogramm mit eingebunden.
Ein Übergang in eine nahtlose Folgeförderung war aus gesetzlichen Gründen nicht möglich, und daher startete der Bund im Sommer 2011 die Bewerbungsphase mit einem Interessenbekundungsverfahren. Auf einem etwa 28-seitigen Antrag mussten die Häuser ihre Bewerbung am Folgeprogramm einreichen, deren inhaltlicher Umfang durch eine Jurorengruppe begutachtet wurde, und im Anschluss an das Bewertungsverfahren hat der Bund die Standorte für die Mehrgenerationenhäuser mit den Bundesländern abgestimmt. Dieser Auswahlprozess ist nun abgeschlossen. Insgesamt können 450 Mehrgenerationenhäuser am Aktionsprogramm II teilnehmen. Dazu gehört auch das Mehrgenerationenhaus Seesen, das als Standort für den Kreis Goslar ermittelt wurde. Das neue Programm startet 2012 mit vielen „alten“ Mehrgenerationenhäusern und knapp 50 neuen Einrichtungen. Jedes Haus erhält einen jährlichen Zuschuss wie im bisherigen Aktionsprogramm in Höhe von 40.000 Euro. Davon zahlt der Bund 30.000 Euro, und die weiteren 10.000 Euro übernehmen das jeweilige Bundesland und/oder die Kommunen.
„Wir sind sehr glücklich, dass wir die Marke ‘Mehrgenerationenhaus’ in unserer Kommune weiter fortführen können. Das Folgeprogramm ist ein wichtiger Meilenstein für uns. Durch die Unterstützung und Begleitung der regionalen Politik der Stadt, des Landkreises und der niedersächsischen Landesvertreter aller Fraktionen zeigt die Bedeutung des Mehrgenerationenhauses in unserer Kommune“, so Marion Deerberg, Leiterin des Hauses.