Meyer-Werft beeindruckt

Die Herzsportler des MTV und ihre Gäste besuchten die Meyer-Werft in Papenburg...
 
... und konnten sehen, wie Luxusliners dieser Größe gebaut werden.

MTV-Herzsportler besuchen Papenburg

Obwohl in den Sommerferien ihr Übungsbetrieb ruht, sind die Mitglieder der Herzsportgruppe des MTV Seesen trotzdem aktiv, und zwar unternehmen sie dann ihre schon obligatorisch zu nennende Ganztagesfahrt. Als Ziel der Ganztagesfahrt war in diesem Jahr die Meyer-Werft im emsländischen Papenburg ausgesucht worden.

Diese Stadt Papenburg, die für uns Harzer am entgegengesetzten Ende unseres Bundeslandes Niedersachsens liegt, hat an sich schon einige Besonderheiten zu bieten: sie ist eine 11,5 Kilometer langgezogene Stadt an einem Kanal und hat Stadtteile, die sich „Untenende“ oder „Obenende“ nennen und Straßen, die mit „Kanal links“ oder „Kanal rechts“ bezeichnet werden.
Diese Stadt ist mit ihrem Hafen sogar die südlichste Seehafenstadt in Deutschland und hat in ihren Mauern eine Werft, die durch ihre außergewöhnliche geografische Lage weit im Binnenland für fast jedes Auslaufen der dort gebauten Schiffe und deren 36 Kilometer langen Transfer zum Dollart die Ems bei Gandersum anstauen lassen muss. Weiterhin befindet sich dort in Papenburg die weltweit größte herstellerunabhängige Automobil-Teststrecke, auf der Hersteller von Personen- und Nutzfahrzeugen aus der ganzen Welt sowie deren Zulieferer ihre Produkte testen.
Auch die MTV-Herzsportler wollten von den Besuchergalerien der Werft die im Bau befindlichen Luxusliner bewundern und sich im Besucherzentrum interessante Einblicke in den Kreuzschiffbau geben lassen.
Kurzweilige Filme, eine Mus­terkabine, Fotos aus dem Innenleben der Schiffe sowie Exponate zum Stahlbau bekamen sie ebenso zu sehen wie Informationen in die computergesteuerte Konstruktion eines der vielen Ozeanriesen. Gut geschulte Betreuer ließen sie vieles wissen über die Werft, die Schiffe selbst und die Überführung der Schiffe auf der Ems. Eine Schiffsüberführung ist ein Spektakel, das jeweils Tausende von Schaulustigen anzieht, ganz abgesehen von den etwa 300.000 Menschen, die die Meyer-Werft jährlich über das dortige Besucherzentrum besichtigen.
Wie zu erfahren war, hat die Meyer-Werft zurzeit einen neuen Großauftrag „an Land gezogen“, und zwar wird ein drittes Kreuzfahrtschiff der Quantum-Klasse für die US-Reederei Royal Caribbean Cruises gebaut. Ein Auftrag, mit dem die Auftragsbücher bis 2017 geschlossen werden konnten.
Sichtlich beeindruckt von den riesigen Ausmaßen der überdachten Baudockhallen (zum Beispiel 504 Meter lang, 125 Meter breit und 75 Meter hoch), welche Schiffsneubauten mit einer Vermessung von 180.000 Bruttoregistertonnen wie beispielsweise Kreuzfahrtschiffe, Passagierschiffe, Fähren oder Gastanker ermöglichen und der Verfahrensweise, wie dort die vorgefertigten Segmente zusammengeführt werden, mussten die „Harzer“ das Gesehene erst einmal „sacken“ lassen.
Dazu bot sich dann die Zeit zur freien Verfügung an, die man am Kanal in Papenburgs Innenstadt bei einem leckeren Eisbecher verbrachte. Einige von ihnen hatten dabei sogar die Museums-Torfkähne im Blick, Wasserfahrzeuge, mit denen der Schiffsbau in Papenburg an der Ems einmal seinen Anfang nahm.
Schon während der Pause auf der Hinfahrt wurde bei einem rustikalen Frühstück „quer geschnitten“; die Steigerung erfolgte aber in Papenburg selbst, als dort das beliebte ostfriesische Fleischgericht „Snirtje-Braten“ serviert wurde, ein Gericht, welches ursprünglich nach dem Schlachten eines oder mehrerer Schweine als gemeinsames Essen zubereitet wurde und das dem uns bekannten Gulasch sehr ähnlich ist.
Später auf der Rückfahrt wurden dann die Reste der mitgeführten Wegzehrung verspeist, von der lediglich zwei trockene Brötchen übrig blieben.
Mit soviel neuem Wissen beladen kehrten die Herzsportler in den frühen Abendstunden in ihre Heimat zurück und freuen sich bereits jetzt auf die Halbtagesfahrt, die im Herbst das Gebiet des Ostharzes zum Ziel haben wird.