„Mich interessiert alles!”

Götz Alsmann vor dem ersten „Steinway & Sons” der Welt - Das Tafelklavier N°. 483, gebaut 1853 in New York, steht im Steinway-Raum im Städtischen Museum.

Götz Alsmann zu Besuch im Städtischen Museum / Ausstellung verlängert

Es war am Morgen danach, also am Tag nach dem großen Konzert zum 30. Geburtstag des Kulturforums Seesen in der ausverkauften Aula: Götz Alsmann, Unterhaltungsallrounder und befreundeter Stammkünstler auf der Kulturforumsbühne, war zu einer Stippvisite ins Städtische Museum gekommen, um dort mehr über die Gastspielstadt Seesen zu erfahren.

Empfangen wurden er und seine Begleiter aus dem Kulturforumsvorstand, Walter Kien und Thomas Reichardt, von Museumsleiter Dirk Stroschein. Dieser gab einen kurzen Überblick über die Geschichte des Jagdschlosses und das Museum sowie die Themenbereiche, die hier aus- und dargestellt werden. Zwar bekundete Alsmann gleich zu Beginn: Mich interessiert alles, doch mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgte er schließlich die Ausführungen zur Familie Steinweg in ihrer Seesener Zeit und den schicksalhaften Wendepunkten, die sie auf ihrem Weg zum Weltruhm passieren mussten. Beim Anblick der historischen Instrumente im Steinwayraum im Obergeschoss entspann sich ein lockeres Gespräch, in dem Alsmanns profundes Wissen um Entwicklungen und Interesse an der Musikgeschichte deutlich wurde. Und so lautete sein Fazit für das Gästebuch auf den Punkt gebracht: Das Steinway-Zimmer allein ist jede Reise wert! Auch ein Wiederholungsbesuch im Städtischen Museum schloss er nicht aus – und dann müssten auch die Mitglieder seiner Band einmal hierher mitkommen.
Zudem würdigte Götz Alsmann auch noch einmal im Museum, wie schon am Abend zuvor auf der Aulabühne, die große und positive Bedeutung von 30 Jahre Kulturforums-Engagement in Seesen. Auch wenn es sich nur um dreißig Jahre handele, müsse man seiner Ansicht nach bezüglich der Wirkung sogar das Wort ’epochal’ nicht scheuen. Das führe auch die kleine Geburtstagsausstellung auf der Galerie im Museum deutlich vor Augen, deren Plakate, Programmhefte und Gästebucheinträge er bei seinem Besuch aufmerksam studierte. Die Laufzeit eben dieser Ausstellung, so teilte Museumsleiter Dirk Stroschein mit, werde verlängert, und sie ist somit noch bis zum 23. Juli im Städtischen Museum zu sehen.