Mikrozensus: „Es kommt auf jede Auskunft an!“

Landesbetrieb für Statistik kündigt für 2012 Haushaltsbefragungen im Bereich der Stadt Seesen an

Die Stadtverwaltung wurde jetzt vom Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen darüber informiert, dass im Laufe des Jahres 2012 in der Kernstadt Seesen und in Ortsteilen Haushaltsbefragungen durchgeführt werden.
Seit 1957, heißt es in einer Verlautbarung des Betriebes, würden Mikrozensusbefragungen durchgeführt, weil schnell und zuverlässig bevölkerungs- und erwerbsstatistische Daten und deren Veränderungen von Regierung und Verwaltung vom Bund und den Ländern benötigt werden. Bei dieser amtlichen statistischen Erhebung würden ein Prozent aller Haushalte befragt.
Die Erhebung werde durch vom Amt ausgewählte Erhebungsbeauftragte mit Laptop durchgeführt. Sie hätten einen amtlichen Ausweis, seien in ihre Aufgaben eingewiesen und über alle Angaben, die ihnen bei ihrer Tätigkeit bekannt würden, zur Verschwiegenheit verpflichtet worden.
Nach der Stichprobenauswahl vom Bundesamt, finden die Mikrozensus-Haushaltsbefragungen 2012 in der Kernstadt Seesen in folgenden Straßen statt:
•Am Pfingstanger (Dezember, 1. Hälfte)
•Bahnhofstraße (März, 1. Hälfte)
•Bergstraße (November, 1. Hälfte).
•Eschengrund (September, 1. Hälfte)
•Gänsepforte (Juni, 1. Hälfte)
•Gänsepforte (August, 1. Hälfte)
•Hochstraße (März, 1. Hälfte)
•Rosenstraße (September, 1. Hälfte)
•Schulstraße (September, 2. Hälfte)
•St.-Annen-Straße (Juni, 1. Hälfte)
In den Ortsteilen:
•An der Helle (Ildehausen, April, 2. Hälfte)
•Katelnburg­straße (Rhüden, Dezember, 1. Hälfte)
•Sautalstraße (Münchehof, wurde bereits im Januar 2012 durchgeführt). – Übrigens: Hinter einer aufgelisteten Adresse können sich mehrere Straße und diverse Hausnummern verbergern. Weitere Informationen des Landesbetriebes für Statistik zum Mikrozenzus 2012:
Bedeutung des Mikrozensus: Die Ergebnisse des Mikrozensus sind von erheblicher Bedeutung für Politik und Gesellschaft. Sie dienen der Erkenntnis über die Lebensverhältnisse der Bevölkerung, so zum Beispiel der Erkenntnis von sozialen Problemen in ihrer zahlenmäßigen Bedeutung. Diese Kenntnisse sind Voraussetzung für eine effektive Förderung gerade solcher Bevölkerungsgruppen, die in besonderem Maße der staatlichen Unterstützung und Fürsorge bedürfen (z.B. Kinder, Kranke, Erwerbslose und andere mehr).
Was wird gefragt? Gefragt werden im wesentlichen allgemeine Angaben (z.B. Geschlecht, Geburtsjahr, Familienstand), Angaben zur Erwerbstätigkeit und einer eventuellen Arbeitssuche, Angaben zur Aus- und Weiterbildung, Angaben zum täglichen Pendlerverhalten sowie schließlich Angaben zum Lebensunterhalt.
Wie wird ausgewählt? Für diese Befragung werden in jedem Jahr nach einem mathematischen Zufallsverfahren ein Prozent aller Wohnungen in Deutschland ausgewählt. Dieses Zufallsprinzip bei der Auswahl ist entscheidend dafür, dass aus den Angaben von nur einem Prozent Bevölkerung auf die für die gesamte Bevölkerung zutreffenden Verhältnisse geschlossen werden kann. Stichprobenergebnisse sind aber nur dann zulässig, wenn die Auswahlanordnung genau eingehalten wird; so kann Ihr Haushalt nicht gegen einen anderen ausgetauscht werden: Ihre Mitarbeit ist erforderlich.
Eine einmal ausgewählte Wohnung bleibt normalerweise vier Jahre nacheinander in der Stichprobe. Wer während dieses Zeitraums dort wohnt, ist nach dem Mikrozensusgesetz verpflichtet, die im Gesetz bestimmten Angaben zu machen.
Keine Befreiung von der Auskunftspflicht: Der Mikrozensus ist eine amtliche Erhebung, bei der der Gesetzgeber im Mikrozensusgesetz (MZG) für den überwiegenden Teil der Fragen eine Auskunftspflicht festgesetzt hat. Der Auskunftspflicht unterliegen alle Personen, die in der ausgewählten Wohnung einen Wohnsitz haben. Die Bürger werden um Verständnis dafür gebeten, dass eine Befreiung von der Auskunftspflicht grundsätzlich nicht möglich ist.
Pflicht zur Geheimhaltung, Daten ausschließlich Rohmaterial für die Hochrechnung: Dieser Auskunftspflicht steht die unbedingte Geheimhaltungspflicht Ihrer Angaben seitens der amtlichen Statistik gegenüber. Sobald die erforderlichen Angaben im Statistischen Landesamt vollständig und richtig vorliegen, werden Name und Anschrift von den eigentlichen Daten getrennt und vernichtet; insofern kann auf Angaben des Vorjahres nicht zurückgegriffen werden. In die Aufbereitung der Daten gehen – vollkommen anonym – nur noch die von Ihnen gemachten Angaben ein. Diese sind unverzichtbares „Rohmaterial“ zur Ermittlung der hochgerechneten Ergebnisse.
Aus den hochgerechneten Ergebnissen sind keine Rückschlüsse auf die einzelne Auskunft und damit auf die vom jeweiligen Bürger gemachten Angaben mehr möglich. Es kommt auf jede Auskunft an, auch auf die der älteren Mitbürger.
Bei dem geringen Stichprobenumfang kommt es auf jede Auskunft an, auch auf die Angaben der älteren Menschen, wenn die hochgerechneten Ergebnisse die wahren Verhältnisse in der Bevölkerung widerspiegeln sollen. Bei nicht mehr Erwerbstätigen, besonders bei älteren Personen, fallen umfangreiche Fragenblöcke weg, wie der Fragenblock über eine gegenwärtige Erwerbstätigkeit und der über die Arbeitssuche.
Zur Erleichterung der Beantwortung der Fragen wird die Haushaltsbefragung durch ehrenamtlich tätige Interviewer unterstützt.