Mini-Sehusafest für Sat1-Zuschauer

Privatsender gibt Fernsehpublikum im Norden Vorgeschmack auf das historische Spektakel

Seesen (uk). Es ist angerichtet: Am Sonnabend ab 13 Uhr taucht Seesen ins Mittelalter ab. Bereits am Freitagabend bekamen die Zuschauer der Sat1-Sendung 17.30 Uhr einen Vorgeschmack auf das Sehusafest 2010. Gemeinhin wird es in der Provinz immer aufregend, wenn sich das Fernsehen ansagt. Schließlich wird dem Massenmedium eine hohe Strahlkraft nachgesagt. Das TV berichtet, die Besucher kommen – so könnte man es in sechs Worten auf den Punkt bringen. Wunschdenken oder Realität? Zumindest durfte der Beitrag, der über den Äther flimmerte, durchaus als positive Werbung gewertet werden.
Das Sehusafest und deren Ausrichter vom rührigen Historienfestverein hatten sich am Freitagnachmittag für die Regionalsendung des Privatsenders Sat1 schon einmal ins historischKostüm geschmissen, um den Zuschauern von Hann. Münden bis Flensburg einenEindruck zu vermitteln, was das größte Historienfest in Norddeutschland zu bieten hat.
Moderatorin Antonia Schulze-Borges und ihr Kamerateam waren dafür vor das Städtische Museum gekommen. Nachkurzer Vorbesprechung, zahlreichen Regieanweisungen und einigen Momenten der Probe ging es dann auf Sendung – live und ungeschnitten.Gegen 17.45 Uhr erfolgte die „Schalte“ in die Sehusastadt, mit mittelalterlichen Klängen von Pestilenzia.
Klar, dass auch die Musketiere eine Kostprobe gaben und einige Salven aus denMusketen krachen ließen. Elisabeth Paetz-Kalich und Peter Schuster berichteten außerdem, worauf das Sehusafest gründet und warum seit 37 Jahren in Seesen alljährlich am ersten Wochenende im September alles anders ist als sonst. Schlussendlich gaben Seelenfunken einen Einblick ihrer Vorführungen und schon war die Live-Schalte auch wieder beendet.
Das mediale Interesse ist damit aber nicht zu Ende gegangen, sondern nahm erst seinen Anfang. Heute Nachmittag hat sich der Norddeutsche Rundfunk angekündigt. Die TV-Macher wollen das historische Spektakel ebenfalls mit Kamera und Reporterteam begleiten.Das dann alles wiederum für die Das!-Sendung am Montagabend um 18.45 Uhr.
Ein guter Sendeplatz also für alle Besucher der Festivitäten, die dann das Geschehen noch einmal aus der Retrospektive erleben dürfen.