Mit der Ehrenamtlichkeit ist es nicht mehr weit her

Der Fußball ruht derzeit beimVfLSeesen. Die Kantine aber weiterhin Treffpunkt der Lila-Weißen, der derzeit noch Zumba und Damengymnastik im Programm hat.

Hans-Joachim Schmalstieg, Vorsitzender des VfL Seesen bezieht Stellung: „Kosten für Platzpflege sind explodiert“

Quo vadis VfL Seesen? Wie der „Beobachter“ bereits in der Montagausgabe berichtet hatte, hat der VfL in dem Spieljahr 2012/2013 keine Mannschaft mehr zum Spielbetrieb gemeldet, und die Nutzung und Pflege der Anlage an der Kurparkstraße wieder in die Hände des Eigentümers, der Stadt Seesen, gegeben. Aufgrund der Berichterstattung hat sich nun der Verein zu Wort gemeldet. „Das bedauern wir sehr“, erklärte jetzt der 1. Vorsitzende des VfL Hans-Joachim Schmalstieg gegenüber dem „Beobachter“, „zumal wir jahrelang darum gekämpft haben, den Platz wieder in Pflege des VfL Seesen zu nehmen.“ Allerdings seien in den vergangenen Jahren die Kosten für die Platzpflege und die Energiekosten für die Anlage explodiert und waren zum Schluss nicht mehr zu finanzieren.
Außerdem gebe es kaum noch ehrenamtliche Kräfte, die ausnahmsweise mal ohne Entlohnung den Rasen mähen oder sich anderweitig nützlich machen. Leider sei es dem Verein auch nicht gelungen, wieder eine Herrenmannschaft zum Spielbetrieb zu melden. Auch die Ü40 musste mangels Masse abgemeldet werden.
Allerdings heiße das nicht, dass der VfL Seesen künftig keinen Fußball mehr anbieten will, betont Schmalstieg. Bis auf weiteres hat die Stadt Seesen für einen eventuellen Spielbetrieb dem Verein die Harzkampfbahn zur Verfügung gestellt. „Falls sich im kommenden Jahr wieder genügend Spieler zur Verfügung stellen, wird der Verein auch wieder am Spielbetrieb teilnehmen“, so der 1. Vorsitzende. Der VfL Seesen bleibt weiterhin aktiv mit einer agilen Frauen-Gymnastikgruppe sowie einer Zumba-Abteilung, die noch immer starken Zulauf hat. Außerdem ist die VfL-Kantine an der Kurparkstraße noch immer Treffpunkt einer großen Lila-Weißen Gemeinde, die sich hier regelmäßig zum Klönen trifft.“