Mit einem Hängeordner fing alles an

Die Segnung vom ausscheidenden Propstei-Jugendwart Rüdiger Salzbrunn (links) mit Propst Gleicher und Diakonin Andreas Redeker. (Foto: Koch)

Freizeiten, Kurse, Seminare: Propstei-Jugendwart Udo Salzbrunn wurde nach 30 Jahren feierlich verabschiedet

Am vergangenen Samstag wurde Propstei-Jugendwart Udo Salzbrunn im Seesener Kirchenzentrum nach rund 30 Jahren äußerst engagierter und sehr erfolgreicher Jugendarbeit durch Propst Thomas Gleicher im Rahmen einer Andacht in der St.-Andreas-Kirche verabschiedet.

Zunächst listete er dabei die unglaublichen Zahlen und Fakten auf: Es fanden in der Zeit 250 Freizeiten statt, an denen insgesamt 10.000 Jugendliche teilnahmen. Alle Freizeiten wurden immer von Udo Salzbrunn entweder vorbereitet oder geleitet. Zudem fanden 118 Seminare mit 3.000 Jugendlichen statt. Und dann: In 26 sogenannten Grundkursen wurden 550 Mitarbeiter herangebildet. Zu dem unglaublichen Engagement zählten noch die Einwerbung der Finanzen sowie die Begleitung von Berufsfindungstagen.
Im Anschluss an die Segnung und die Andacht ging es dann ins Kirchenzentrum. Hier wurden etliche kurze Reden gehalten, die in der Summe alle auf diese wesentlichen Punkte hinausliefen: Udo Salzbrunn hat während der ganzen Zeit immer einen außergewöhnlich guten Kontakt zu Jugendlichen aufgebaut. Er hat in seiner treuen Arbeit dafür gesorgt, dass Jugendliche Verantwortung übernehmen und Werte wie Zuverlässigkeit, Treue und Kameradschaft verinnerlichen konnten. Für reichlich Spaß sorgte dann nach dem Kaffeetrinken der Auftritt der (leider nicht komplett präsenten) ehemaligen Jugendband, die einen bunten Strauß witziger Texte vertont hatte.
Während seiner Abschiedsrede am Abend ließ Udo Salzbrunn die vergangene Zeit noch einmal Revue passieren: 1985 kam Udo Salzbrunn mit seiner Familie von Oldenburg in Schleswig-Holstein nach Seesen. Das war ein neuer Anfang! Tochter Svea kam in den Kindergarten und Sohn Björn wurde eingeschult. Ehefrau Frauke und Salzbrunn selber mussten sich sehr umstellen, von der Ostsee mit Strand auf die hügelige und bergige Landschaft des Harzes.
Propst Hans-Peter Hartig wies seinerzeit der Familie ein Zimmer neben der Wohnung in der Lautenthaler Straße als Büro zu. Über die Einrichtung des Büros und die Aktenlage und Ausstattung zur bisherigen Jugendarbeit war Udo allerdings sehr überrascht: Außer einem Hängeordner mit zwei eingehefteten Seiten war es das! Froh war er daher über seine mitgebrachte kleine Reise-Schreibmaschine und einigen private Schreibutensilien und Bücher. Es gab nämlich nichts Weiteres.

Den ganzen Artikel lesen Sie in der gesamten Ausgabe vom 19. September 2016.