Mit königlicher „Teatime“ ins Jubeljahr gestartet

Bei Scones und „importiertem“ Tee aus Seesens Partnerstadt...

Städtepartnerschaftsverein Seesen-Wantage wird 20 Jahre / 40 Gäste bei Teestunde im Städtischen Museum

Für viele Briten, wenn nicht gar für die meisten oder gar alle, ist die Stunde zwischen 16 und 17 Uhr fast schon „heilig“. Ob nun in den eigenen vier Wänden, in den Büros, den Restaurants, Cafés oder aber Clubs – allenthalben frönen sie dann dem traditionellen Nachmittagstee, mithin dem „afternoon tea“; weltweit Ausdruck für die typisch britische Lebensart und zugleich ein fester Bestandteil der angelsächsischen Trinkkultur. Es war übrigens die seinerzeit regierende Monarchin Queen Anne, die um das Jahr 1700 herum beschloss, statt am bis dato üblichen Warmbier zum Frühstück an einer Tasse Tee zu nippen, und die damit den Weg für die seither ungebrochene Popularität des Tees und damit die Teatime frei machte.
Letztere wird dabei durchaus unterschiedlich zelebriert, erstreckt sich die Bandbreite doch vom „early morning tea“ über den „high tea“ bis hin zum „royal tea“. Je nach Uhrzeit wird zur Teatime eine mehr oder weniger üppige Auswahl an kleinen köstlichen Snacks gereicht. Vor allem an den traditionellen Scones mit Clotted Cream gebricht es dann nicht; aber auch Shortbread, Früchtekuchen, Crumble, verschieden belegte Sandwiches oder Pie erfreuen sich zur Teatime großer kulinarischer Beliebtheit.
Eine nachmittägliche Teestunde nun war – und das zum nunmehr dritten Mal in Folge – Anfang der Woche auch in Seesen angesagt. Dazu eingeladen hatte der Städtepartnerschaftsverein Seesen-Wantage, dessen 1. Vorsitzende Renate Pilarski in den Räumen des Städtischen Museums rund 40 Gäste willkommen heißen konnte. Die ließen sich den eigens aus der Partnerstadt Wantage „importierten“ Tee ebenso schmecken wie die von eifrigen Mitgliedern gebackenen Scones, zu denen nach Art des Hauses zubereitete „clotted cream“ und Konfitüre kredenzt wurde; plauderten zudem angeregt mit dem Tisch-Nachbarn.
Wie Renate Pilarski zu Beginn der Zusammenkunft angemerkt hatte, verstehe sich die diesjährige Veranstaltung unter dem Motto „Tea at the museum“ übrigens als Auftakt zu einem breit gefächerten und abwechslungsreichen Programm-Angebot aus Anlass des 20-jährigen Bestehens des Partnerschaftsvereins.