Mittelzentraler Verbund will Studenten halten

Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk, Bürgermeister Ralf Abrahms, Bürgermeister Erik Homann, Samtgemeindebürgermeister Walter Lampe, Staatssekretär Dr. Josef Lange, Dr. Frank-Thomas Hett (v.l.).

„Wir müssen jede Chance nutzen, junge qualifizierte Arbeitskräfte für unsere Region zu begeistern“

Goslar / Seesen (bo). In der vergangenen Woche nahm Staatssekretär Dr. Josef Lange vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) mit Dr. Frank-Thomas Hett, Hochschulreferatsleiter Medizin beim MWK, an einem Treffen der Hauptverwaltungsbeamten des Mittelzentralen Verbundes bei Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk in Goslar teil. Bad Harzburgs Bürgermeister Ralf Abrahms, Oberharz Samtgemeindebürgermeister Walter Lampe, Bürgermeister Erik Homann aus Seesen und Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk informierten sich dabei über Möglichkeiten, Medizinstudenten in der Region zu halten.
Hintergrund ist eine kommende Änderung der Approbationsordnung im Laufe dieses Jahres, wonach sich Studenten für ihr praktisches Jahr auch Praxen oder Krankenhäuser aussuchen können, die nicht als Lehrkrankenhäuser an ihre jeweilige Universität angeschlossen sind. Momentan sind die Asklepios-Kliniken Schildautal in Seesen Lehrkrankenhaus für die Universität Göttingen.
Dr. Lange zeigte am Beispiel eines erfolgreichen Projekts des Landkreises Emsland Wege auf, die künftigen Studenten bereits in den Schulen zu kontaktieren und sich im Rahmen einer Studienberatung als Klinikum zu empfehlen. Dr. Lange sagte außerdem zu, den Vorstand der Universität Göttingen für dieses Thema zu sensibilisieren. „Wir müssen jede Chance nutzen, junge qualifizierte Arbeitskräfte für unsere Region zu begeistern und Perspektiven zu bieten“, appellierte Dr. Junk an alle Beteiligten. „Diese Entwicklung ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu meinem zentralen Ziel, geeignete Maßnahmen gegen den Bevölkerungsrückgang zu ergreifen“, so Junk weiter.