Monets Geheimnisse

Wann? 29.10.2015 19:00 Uhr

Wo? Städtisches Museum , Wilhelmsplatz 4, 38723 Seesen DE
Die nächste Veranstaltung des Freundeskreises Städtisches Museum findet am 29. Oktober im Museum statt. Ab 19 Uhr referiert die Göttinger Künstlerin und Kunsthistorikerin Renate Wanda Gehl über „Claude Monet und das Geheimnis seiner Malerei“.
Seesen: Städtisches Museum |

Der Freundeskreis lädt zum Vortrag ins Museum

Die mittlerweile zehnte Veranstaltung des Freundeskreises Städtisches Museum im Jahr 2015 findet am Donnerstag, 29. Oktober, im Museum statt. Ab 19 Uhr referiert die Göttinger Künstlerin und Kunsthistorikerin Renate Wanda Gehl über „Claude Monet und das Geheimnis seiner Malerei“.


Renate Wanda Gehl ist den Seesenern keine Unbekannte, hatte sie doch im vorigen Jahr bereits zwei Vorträge gehalten und in anschließenden Workshops die Themen vertieft. Zum einen beschäftigte sie sich mit dem Künstler Lyonel Feininger und zum anderen allgemein mit abstrakter Malerei. Auch aktuell werden Arbeiten von ihr im Museum gezeigt. Unter dem Titel: „Naturnotizen – Mischtechniken“ kann diese Ausstellung noch bis zum 29. November während der üblichen Besuchszeiten bewundert werden.
Die Referentin wird in ihrem Vortrag über das Leben des 1840 geborenen Malers berichten, das Höhen und Tiefen aufwies und über seine existentiellen Nöte, die durch die Ablehnung der Werke von Akademie und Publikum hervorgerufen worden waren. Renate Wanda Gehl spricht aber auch über die Erfolge seiner langen Schaffenszeit und untermalt den Vortrag mit interessanten Anekdoten.
„Claude Monet ist der Maler des hellen Tages, der Maler des Himmels, der sich im Wasser reflektierenden Wolken. Monet ist der Maler des Lichts. Dabei beobachtet er zum einen das Wasser in seinen unterschiedlichen vom Wetter bedingten Erscheinungsformen, zum anderen auch als Reflexionsfläche, auf der sich die umgebende Landschaft bricht“, wie Renate Wanda Gehl ausführt und sie ergänzt: „Mit seiner Darstellung der Wasseroberfläche bewegte er sich in seinen späten Werken bereits in Richtung abstrakte Malerei. Das Thema Licht hat ihn sein Leben lang begleitet. Blumengärten in ihrer Farbigkeit und Fülle, ihrem vitalen Wuchern und Leuchten fesseln ihn und sind Motiv, an dem sich die Kraft und Wirkungsweise des Lichts in aller Farbenkraft verfolgen lässt“.
Die Göttinger Künstlerin erläutert ferner, dass Monet sein Motiv mit geradezu wissenschaftlicher Akribie systematisch untersucht: Aus den impressionistischen Studien entwickeln sich die Serien der Heuschober, der Pappeln und schließlich die Ansichten der Westfassade der Kathedrale von Rouen. In Form der Seerosen-Bilder wird er dieses Prinzip bis zu seinem Lebensende beibehalten.
Renate Wanda Gehl wird ebenfalls über die zweite Hälfte seines Lebens berichten, die Claude Monet in Giverny verbrachte, einem kleinen Ort in der Normandie, nordwestlich von Paris, wo er bis zu seinem Tod im Jahre 1926 Ruhe und Kraft fand, um sein Werk zu vollenden. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.