MTV-Herzsportler frischen ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse auf

… und die stabile Seitenlage am „lebenden Objekt“. (Foto: Sander)

Wiederbelebung, stabile Seitenlage und Defi-Einsatz waren die Themen

Jeder von ihnen hatte es irgendwann einmal bei der Führerscheinprüfung oder später vielleicht auch noch im Beruf erlebt: eine Erste-Hilfe-Unterweisung. Doch wie stand es nach so langer Zeit nun um das Wissen, in welchem Rhythmus Atemspende und Herzdruckmassage zu erfolgen haben oder wie eine verunglückte Person richtig in die stabile Seitenlage verbracht werden muss?
Um dieses gefährliche Halbwissen zu beseitigen und um eben dieses Manko auszugleichen, haben die MTV-Herzsportler, die ihre Übungstherapien ohnehin ja nur unter ständiger Anwesenheit eines Arztes und unter der Anleitung speziell geschulter Therapeuten durchführen dürfen, ihre letzte Zusammenkunft zum Auffrischen ihrer Erste-Hilfe-Kenntnisse genutzt.
Als „Fachleute“ auf diesem Gebiet hatten sie dazu Dr. Reiner-Joachim Gloeckner sowie Jaqueline Schrader und Hartmut Wende vom Seesener Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes in die Sporthalle an der Waisenhausstraße eingeladen.
Zunächst machte Dr. Gloeckner die Herzsportler umfassend mit der körperlichen Situation eines Menschen vertraut, der bewusstlos vor ihnen liegt und erklärte, wie ein Ersthelfer sich in einer solchen Situation zu verhalten hat und was von ihm unbedingt zu tun ist.
Er brachte es auf den kurzen Nenner: „Fangen sie an! Tun sie es einfach!“ - „Hilfe zu rufen und auf den Notarzt zu warten allein genügt nicht!“
Denn ein Herz kann man zwar auch nach längerem Stillstand wieder zum Schlagen bringen, doch das Gehirn braucht zum Überleben ständig Sauerstoff. Und damit das Gehirn auch möglichst ununterbrochen mit Sauerstoff versorgt wird und keinen irreparablen Schaden nimmt, ist der Beginn einer sofortigen Atemspende und Herzdruckmassage für eine bewusstlose Person überlebensnotwendig.
Wie diese Sauerstoff-Versorgung zu erfolgen hat, zeigten nach dieser Einweisung Frau Schrader und Herr Wende an einem „Dummi“, wobei der Sprach-Defibrillator die einzelnen Schritte ankündigte und auch den Takt vorgab, in dem Atemspende und Druckmassage zu erfolgen haben.
Damit es nicht bei reiner Theorie blieb, waren auch die Herzsportler gefordert, sich an dieser Puppe zu versuchen und danach auch am „lebenden Objekt“ die stabile Seitenlage zu üben.
Die Übungsstunde der MTV-Herzsportler verstrich an diesem Nachmittag förmlich wie im Fluge. Einig war man sich danach aber in der Bewertung: es war sehr aufschlussreich und auch der richtige Zeitpunkt, die Kenntnisse einmal wieder aufzufrischen, denn vieles von dem war bereits schon in Vergessenheit geraten. Und vor allem: die Hemmschwelle, in einem Notfall selber tätig zu werden, wurde spürbar abgebaut.