MTV-Team holt Siegerpokal

Keine Frage – hier liegt die grüne Bossel näher an der roten Daube.
 
Mit Schwung wurde die Bossel in Richtung Zielfeld befördert.

Munteres Treiben bim 33. MTV-„Prominenten-Bosseln“

33. „Prominenten-Bosseln“ des MTV – mit dieser „Schnapszahl“ an Veranstaltungen läutete Margrit Böhme, die Leiterin des Abteilung Gesundheitssport beim MTV Seesen, mit sichtlichem Stolz in der Stimme die Veranstaltung am zurückliegenden Sonnabend in der großen Sporthalle am Schildberg ein. Mit Fug und Recht kann behauptet werden, dass sich diese Zusammenkunft an sportlich ambitionierten Menschen aus den unterschiedlichsten gesellschaftlich-relevanten Gruppierungen, die vom MTV seit nunmehr 33 Jahren in ununterbrochener Reihenfolge alljährlich zu Beginn des Frühjahrs durchgeführt wird, bereits einen festen Stammplatz im Veranstaltungskalender unserer Stadt erworben hat und dort zu einer unantastbaren Größe avanciert ist.

Der stellvertretende Vorsitzende des MTV, Günter Friebe, brachte in seiner kurzen Begrüßungsrede seine Freude über die ungebrochene Attraktivität dieser Veranstaltung zum Ausdruck, waren es in diesem Jahr doch wieder acht Mannschaften, die zum sportlich-fairen Gegenein­ander antreten wollten. Leider mussten einige fest eingeplante Teams absagen, weil ein paar ihrer Mitstreiter erkrankt oder noch im Urlaub waren.
Dennoch sollte im Laufe des Nachmittags erneut um Platz und Sieg, und somit auch um die begehrten Pokale gekämpft werden. Wie immer stand der olympische Gedanke „Dabei sein ist alles“ im Mittelpunkt des Geschehens. Es wurde gelacht, wenn die Bossel einmal nicht auf den Borsten in Richtung Daube über den Hallenboden rutschte, sondern unkontrolliert durch die Halle trudelte, das anvisierte Zielfeld erst gar nicht erreichte oder bei zu viel Schwung über dieses Feld hinausschoss. Anerkennende Bemerkungen wurden aber auch gemacht, wenn der eine oder andere Wurf besonders gut gelungen war und der Treffer zu einer nicht vorhergesehenen Ergebnisänderung führte.
Manchmal war es aber auch erforderlich, dass vom Bahnrichter der Zollstock zu Hilfe genommen werden musste, weil ohne Einsatz dieses Hilfsmittels nicht gesagt werden konnte, ob die weiße oder die grüne Bossel näher an der roten Daube lag.
Nach dem Turnier kamen alle Aktiven im nahen MTV-Treff auf der Harzkampfbahn zusammen, erholten sich bei Kaffee und Kuchen und einem rustikalen Buffet (in diesem Jahr bereitgestellt von der Volksbank Seesen) von den Strapazen, fachsimpelten, tauschten sich aus und warteten mit einer gewissen Spannung auf das Endergebnis.
Doch bevor Margrit Böhme dieses dann verkündete, gab es aus dem besonderen Anlass „33. Prominenten-Bosseln beim MTV Seesen“ erst einmal eine Runde Schnaps auf Kosten des Hauses.
Und hier nun ein Auszug aus der Siegerliste: Der Siegerpokal ging in diesem Jahr an das MTV-Team mit neun Gewinn- und 89:81 Spielpunkten. Dieses war den Akteuren dieses Teams eigentlich gar nicht so recht, denn bei ihnen gilt hier immer noch der Satz des leider viel zu früh verstorbenen ehemaligen MTV-Vorsitzenden Hartmut Breitkopf, der damals festgelegt hatte: „Als Gastgeber dürfen wir hier alles – nur nicht gewinnen!“ Der Spielausgang war aber auch ausgesprochen knapp und konnte während des Spielverlaufs nicht eingeschätzt werden, denn den 2. Platz holte sich, ganz knapp dahinter, dieses Mal das Team der Berufsbildenden Schulen, auch mit neun Gewinn- jedoch mit nur 86:85 Spielpunkten. Auch die Entscheidungen um die nachfolgenden Plätze waren nur „Wimpernschlag-Entscheidungen“: Platz 3: Stadtverwaltung: acht Gewinn- und 94:78 Spielpunkten. Platz 4: Volksbank: acht – 93:83, Platz 5: CDU/FDP: acht – 80:90. Platz 6: SPD: fünf – 87:93, Platz 7: Stadt-Marketing: fünf – 83:93 und last but not least Platz 6: Evangelische Kirche: vier – 80:89.
Für diesen ihren letzten Platz in diesem Turnier wurde dem Kirchen-Team als „Trostpflaster“ die kleine MTV-Holzbossel überreicht.
Margrit Böhme blieb es letztendlich vorbehalten, allen Aktiven und Helfern für ihr Mitwirken und ihr Engagement zu danken. Sie hofft und geht eigentlich auch ganz fest davon aus, dass beim Prominenten-Bosseln des MTV im nächsten Jahr vielleicht auch die Teams wieder an den Start gehen werden, die dieses Mal absagen mussten und dass das Turnier in ebenfalls so angenehmer Atmosphäre wie in diesem Jahr durchgeführt werden kann. Auch denkt sie darüber nach, der Veranstaltung einen anderen Namen geben zu wollen, denn durch die Bezeichnung „Prominenten-Bosseln“ fühlen sich viele der möglichen Interessenten von vornherein nicht angesprochen oder sogar ausgeschlossen und nehmen aus diesem Grunde von einer Anmeldung zum Mitmachen Abstand.