Münzen-Verein stellt in der Volksbank aus

Bereichsleiter Fabian Selent und Burkhard Mädje, Repräsentant der Volksbank (links), sowie Horst Schiller vom Münzenverein und Wolfgang Keunecke, Vorstandsmitglied der Volksbank, bei der Ausstellungseröffnung.

Notgeld aus den Jahren 1922 und 1923 sowie Teilhaberschuldverschreibung der Stadt Seesen

Der Seesener Münzen-Verein stellt in den Geschäftsräumen der Volksbank in Seesen Seesener-Notgeld aus. Es handelt sich dabei um Notgeld aus den Jahren 1922 und 1923 sowie um eine Teilhaberschuldverschreibung der Stadt Seesen und einer Stammaktie der Braunschweiger Blechwarenfabrik Seesen und einiger Siegelmarken.

Während der Inflation in den Jahren 1922 und 1923 konnte, durch die laufende Abwertung des Geldes, die Reichsbank nicht mehr die benötigten Banknoten in ausreichender Menge zur Verfügung stellen. Das hatte zur Folge, dass auch die regionalen Firmen eigenes Notgeld herausgegeben haben. Mehr als 50 verschiedene Geldscheine in den Werten von zehn Mark bis fünf Billionen Mark wurden von den damaligen Firmen Sieburg & Pförtner sowie der Blechwarenfabrik Züchner herausgegeben.
„Wir freuen uns, wenn sich Bürgerinnen und Bürger bei uns melden und uns solche Banknoten zur Dokumentation zur Verfügung stellen“, sagte Horst Schiller, 1. Vorsitzender des Münzen-Vereins Seesen. Außerdem ist er auf der Suche nach alten Münzen, die die Firma Züchner in verschiedenen Werten herausgegeben hat. Bisher haben sich seit Ausstellungsbeginn bereits zwei Bürger bei ihm gemeldet, berichtete Horst Schiller. Wolfgang Keunecke, Vorstandsmitglied der Volksbank, sieht in dieser Ausstellung auch mehr Werte für Menschen, denn viele wissen gar nicht mehr, wie diese Geldscheine ausgesehen haben. Die Ausstellung ist noch bis zum 6. November in den Geschäftsräumen der Volksbank in Seesen zu besichtigen.