Musik, Gesang und kleine Geschichten verbreiten adventliche Stimmung

Der Chor der Grundschule erfreute mit einigen Liedvorträgen. Fotos: Pedroß (Foto: Pedroß)
 
Die „Liedertafel“ bei ihrem Auftritt. (Foto: Pedroß)

Seniorenweihnachtsfeier im Seesener Stadtteil Münchehof / Lieder, Gedichte, Geschichten

Wie die Schneeflocken zur Winterzeit, gehört schon seit über 40 Jahren die Weihnachtsfeier für die Senioren des Dorfes am zweiten Adventssonntag zur Tradition in Münchehof. Trotz der sehr ungünstigen Witterungsverhältnisse hatte sich – wenn auch nicht so viele wie in den Vorjahren – wieder eine stattliche Anzahl älterer Bürgerinnen und Bürger aufgemacht, um in der weihnachtlich geschmückten Sporthalle zu Münchehof wieder ein paar kurzweilige gemeinsame Stunden bei einem stimmungsvoll gestalteten Programm und bei Kaffee und Kuchen zu verbringen. Eröffnet wurde die besinnliche Weihnachtsfeier auch in diesem Jahr vom Gemischten Chor „Liedertafel Münchehof“, der in diesem Jahr erstmals mit seinem neuen Dirigenten auftrat und auch im weiteren Verlauf des Nachmittags zur musikalischen Ausgestaltung beitrug, mit dem sehr beziehungsreichen Lied „Ehre sei Gott in der Höhe“.
Münchehof (Pe). Wie in den vielen Jahren zuvor, so hatte auch in diesem Jahr die AWO Münchehof mit ihren vielen Helferinnen und Helfern die Ausgestaltung der Feier übernommen und – für jedermann sichtbar – keine Kosten und Mühen gescheut, die Sporthalle in einen weihnachtlichen Festsaal zu verwandeln und eine besinnliche Feier auszurichten.
Klar, dass die 1. Vorsitzende der AWO Münchehof, Waltraud Pedroß, in ihrer Begrüßungsansprache neben den Senioren und Mitwirkenden an der Ausgestaltung des Programms auch einige Ehrengäste begrüßen konnte. Neben Mitgliedern des Ortsrates, unter ihnen Ortsbürgermeister Joachim Pedroß und Franz Maier, galt ihr besonderer Gruß diesmal Pfarrerin Melanie Mittelstädt-Gremse. Gern nutzte sie die Gelegenheit, schon vorab allen Mitwirkenden an dem bunten Unterhaltungsprogramm sowie den vielen Helferinnen und Helfern, aber auch den Mitgliedern der DRK, allen voran Karl-Heinz Eine und Dorle Carl, für ihr sichtbar gewordenes Engagement und dem Ortsrat für die Finanzspritze zu danken. Mit dem Gedicht von Theodor Storm „Warten auf Weihnachten“, das mit den Zeilen beginnt: „Vom Himmel in die tiefsten Klüfte, ein milder Stern hernieder lacht …“, leitete sie dann zu dem sehr abwechslungsreichen Programm über. Ortsbürgermeister Joachim Pedroß, der der AWO für die gelungene Ausrichtung der Seniorenweihnachtsfeier den Dank des Ortsrates aussprach, hob in seinem Grußwort die besondere Bedeutung solcher Zusammenkünfte für die ältere Generation eines Dorfes hervor, lobte die harmonische Zusammenarbeit innerhalb des Ortsrates und sprach kurz die Investitionen für die Schule und die Schulwegsicherung an. Zugleich dankte er den vielen Senioren, die sich in vielfältiger Weise in den Vereinen, aber auch bei vielen Maßnahmen, ehrenamtlichen engagieren. Er, wie auch danach Pfarrerin Melanie Mittelstädt-Gremse, wünschten allen Anwesenden eine frohe, besinnliche Weihnachtszeit und alles Gute zum neuen Jahr. Pfarrerin Melanie Mittelstädt-Gremse nutzte diesmal ihr Grußwort, um den Anwesenden eine weihnachtliche Geschichte vorzulesen, die sich mit ganz besonderen immateriellen Wünschen von drei Kindern beschäftigte und Glaube, Liebe, Hoffnung zum Inhalt hatte. Danach wurde es lebhaft, denn inzwischen hatte sich der Schulchor der Grundschule Münchehof eingefunden, um unter Gitarrenbegleitung von Lehrerin Christine Wobst weihnachtliche Lieder zu Gehör zu bringen. Schnell erschlossen sich die fröhlichen Kinderstimmen die Herzen und Sinne ihrer Zuhörer etwa mit dem Lied „Bald ist Niklausabend da“ oder „Kling Glöckchen, klingelingeling“. Und natürlich durfte das wohl heiterste Kinderweihnachtslied „In der Weihnachtsbäckerei“ nicht fehlen.
Diesem Höhepunkt sollten, nach der inzwischen eingelegten ausführlichen Kaffeetafel, noch viele folgen. Die Liedertafel erreichte ungeteilte Aufmerksamkeit etwa mit den Weihnachtsliedern „Es ist ein Ros entsprungen“ oder mit „Tochter Zion“. Einmal mehr wussten aber auch Emil und Klaus Beermann mit ihren musikalischen Auftritten als Bläserduo zu begeistern und begleiteten natürlich auch die Gäste bei gemeinsam gesungenen Weihnachtsliedern mit ihren Instrumenten. Als einziger Überraschungsgast trat, nachdem die Solistin Dorothee Uthe-Meier aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig hatte absagen müssen, Irmgard Horn auf ausdrücklichen Wunsch von Waltraud Pedroß auf. Sie verstand es in wunderbarer Weise, über ihre Kindheitserinnerungen in den 1930er Jahren zu plaudern, als noch die Gänse in großer Formation über die Straße schlenderten, gelegentlich auch mal in die Wade vorbeieilender Kinder zwickten, und als die Leute nach getaner Arbeit abends auf den Bänken vor ihren Haustüren bei einem Klönschnack den Tag ausklingen ließen.