NABU: Ergebnis der DNA-Untersuchung liegt vor!

Wildkatzen werden im NABU-Artenschutzzentrum Leiferde aufgezogen

Vom Team im NABU-Artenschutzzentrum Leiferde (bei Gifhorn) werden zur Zeit zwei seltene Pfleglinge aufgepäppelt. "Bei den beiden im Juli aus dem Harz aufgenommenen Katzen handelt es sich tatsächlich um 'echte Wildkatzen'. Das ergab jetzt eine Untersuchung der Erbsubstanz", berichtete Bärbel Rogoschik, Leiterin NABU-Artenschutzzentrum.

"Beide Tiere sehen vom äußeren Erscheinungsbild zwar nach Wildkatze aus und benehmen sich auch so, eine Gewissheit bringt aber nur die wissenschaftliche Untersuchung. Nun wissen wir, dass es Wildkatzen sind. Wie der Name sagt, sind die Beiden in ihrem Verhalten sehr wild und keineswegs menschenbezogen", betonte Bärbel Rogoschik. Mittlerweile wurden die Tiere vergesellschaftet und werden in einer nicht einsehbaren Voliere gehalten, in der sie zumeist einträchtig nebeneinander liegen.

Die Tiere stammen von zwei unterschiedlichen Orten aus dem Harz. Während der eine Katzenwelpe von Touristen mitgenommen wurde, fiel der andere in einen tiefen Brunnenschacht, aus dem dieser gerettet werden konnte. Beide Tiere wurden zur Aufzucht in das NABU-Artenschutzzentrum gebracht und getrennt gehalten. Während eine Katze mit einer Augenentzündung und triefender Nase das Fressen einstellte und ein paar Tage mit Medikamenten und zwangsweiser Ernährung versorgt werden musste, gestaltet sich die Aufzucht der anderen unproblematisch, wenn man von den Attacken mit Fauchen, Spucken etc. absieht.

Langfristig sollen die Wildkatzen im Harz wieder ausgesetzt werden, doch dafür müssen sie noch etwas erwachsener werden, sagte Rogoschik.