Nacht der Chöre: Singen bringt Freude ins Herz

Seit 2017 gestaltet der MGV „Germania” Lutter die „Nacht der Chöre” mit. Erstmals schlüpften die Lutteraner in die Rolle des Gastgebers. Mit zwei Liedern eröffenten sie den Konzertabend.

Tolle Werbung für den Chorgesang in der St.-Andreas-Kirche / Gastgeber sorgen für einige Premieren

Die Seesener haben vor 17 Jahren mit der „Nacht der Chöre” etwas wunderbares geschaffen.

 Da waren sich die Besucher des jüngsten Konzertereignisses wieder einig. Musikpädagogin Claudia Schaare initierte im Millennium-Jahr 2000 rund um die „EXPO 2000“ diese kulturelle Idee. Jahr für Jahr werben die beteiligten Chöre eindrucksvoll für den Chor-Gesang. Die 17. Auflage überraschte mit Premieren.
Eine davon war quasi die Weitergabe der Gastgeberrolle an den MGV „Germania” Lutter. Während Ehepaare in ihrem verflixten siebten Jahr in Streit geraten, hoben die Lutteraner ihre Chorbeziehung nach Seesen auf eine neue Stufe, in dem sie ihre Gastgeberpremiere feierten. Mit Bravour haben das die „Lutter Boys”, wie sie sich selbst nennen, gemeistert. Mit der Waldandacht” und dem „Fliegermarsch” eröffneten die Männer die „Nacht der Chöre” in der St-Andreas-Kirche. Zugleich sorgte der Chor selbst für eine weitere Premiere, indem sie ihren Samtgemeindebürgermeister Bodo Mahns mitbrachten. Nach eigener Aussage war es für ihn der erste Besuch in St. Andreas. Und das ein Chor seinen eigenen Bürgermeister mitbringt, ist auch nicht alltäglich.
Bodo Mahns und Seesens Bürgermeister Erik Homann gestalteten ihre Ansprache zur Freude des Publikums heiter und spielten sich die Bälle zu. Erik Homann freute sich über die guten Beziehungen der Chöre zwischen Seesen und der Samtgemeinde Lutter. Was auf kultureller Ebene hervorragend klappt, blieb der Politik laut Homann leider verwehrt. Hier spielte er auf die gescheiterten Fusionsgespräche mit der Samtgemeinde Lutter in den vergangenen Jahren an. „Vielleicht hätte ich mit Bürgermeister Kühlewindt singen sollen, dann hätte es vielleicht geklappt”, so Homann in Richtung Kühlewindts Nachfolger Bodo Mahns. „Es sollten nur diejenigen Singen, denen der Gesang gegeben ist, “erwiderte Mahns. Ihm selbst ist der Gesang laut eigener Aussage nicht in die Wiege gelegt worden. Beide waren sich einig, dass der Chorgesang weiter gepflegt werden muss. Denn er gehört einfach zur Region und den Orten dazu. Ein kulturelles Leben ohne Chorgesang, wollen sich beide nicht ausmalen.

Den ganzen Artikel lesen Sie in der gedruckten Ausgabe vom 26. Juni 2017.