Namene und ihre Geschichte

Zum Abschluss des Workshops wurde in der Pausenhalle getanzt und musiziert.

Musik und Workshops: Polizeiorchester Niedersachsen zu Gast in der Grundschule an der Jahnstraße

Einen besonderen Schwerpunkt in der Arbeit des Polizeiorchesters Niedersachsen bilden seit dem Jahr 1999 die Workshops in niedersächsischen Schulen. In dieser Woche war das Orchester zu Gast in der Grundschule an der Jahnstraße. Erstmals. Der vorbereitete Workshop wurde in drei Teilen präsentiert und richtete sich vorwiegend an die 3. und 4. Klassen.

Teil eins beinhaltete ein 30-minütiges Musikstück. Dieses wurde vor Beginn von Präventions-Koordinator Detlef Krenz mit einleitenden Worten beschrieben. Das Musikstück trug den Namen „Namene“ und erzählte die Geschichte von einem afrikanischem Mädchen, das nun in Deutschland lebt. Durch ihre dunkle Hautfarbe und ihre andere kulturelle Herkunft wird sie oft ausgegrenzt und beleidigt. Nicht korrekte Verhaltensweisen ihrer Mitschüler (körperliche und seelische Gewalt, Mobbing und erstellen von Fotos mit Smartphones), muss Namene über sich ergehen lassen. Dieses versucht das Musikstück mit verschiedenen Stimmungen musikalisch zu beschreiben.

Im zweiten Teil wurden die teilnehmenden Schüler dann in drei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe verblieb in der Pausenhalle und erlernte zusammen mit den dort anwesenden Musikern einen sogenannten Body Percussion Part. Dieser wurde im zum Ende zusammen mit dem Orchester aufgeführt.

Die zweite Gruppe wurde in einem Klassenraum von einem Präventionsteam des Polizeiorchesters zum Thema Gewalt, Zivilcourage und Regeln interaktiv unterrichtet. Der Unterricht, es wurde ein Stuhlkreis gebildet, stellte einen direkten Bezug zum vorher präsentierten Musikstück her.

Die dritte Gruppe wurde ebenfalls in einem Klassenraum zu den Präventionsthemen Neue Medien(zum Beispiel Recht am eigenem Bild, Gefahren im Internet und Urheberrecht) beschult.

Zum Schluss trafen sich alle Schüler wieder in der Pausenhalle. Der eingeübte Body Percussion Part wurde zusammen mit dem Orchester als gemeinsamer Abschluss aufgeführt.

Im Rahmen der Richtlinie „Polizeiliche Prävention in Niedersachsen“ des Landeskriminalamtes Niedersachsen stellt die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen eine wichtige Säule im Aufgabenbereich des Polizeiorchesters dar.

Gerade das Medium Musik sei geeignet, eine Vertrauensbasis zu den Schülerinnen und Schülern aufzubauen und Hemmschwellen gegenüber uniformierten Polizeibeamtinnen und -beamten abzubauen. Themen der polizeilichen Prävention können dadurch schülergerecht vermittelt werden. Darüber hinaus kommt es der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Schulen und Polizei zugute. Schulleiter Detlef Häfermann zeigte sich zum Abschluss des Besuches des Polizeiorchesters sehr zufrieden.