NaturNah: Luchse in Südniedersachsen

Spannende Dokumentation am 30. Dezember im NDR / Luchforscher Ole Andres von Kamerateam begleitet

Das Ansiedlungsprojekt der Luchse im Harz ist eine Erfolgsgeschichte. Jetzt steht das Projekt nach Jahren vor einem entscheidenden Abschnitt.

Luchsforscher Ole Anders geht davon aus, dass der Harz mittlerweile komplett von Luchsen besiedelt ist und jeder seinen Teil des Mittelgebirges für sich beansprucht. Die weiteren Nachkommen müssen den Harz verlassen, wenn sie überleben wollen. Dabei hat der Luchsforscher festgestellt, dass Männchen den Schritt durchaus öfter einmal wagen. Aber noch nie hat Ole Anders ein Weibchen beobachtet, das den Harz verlässt. Durch die Auswertung von GPS-Daten hat der Luchsforscher Sicherheit über das Wanderverhalten. Die Luchse sind scheu, denn die Landschaft ändert sich rapide. Statt schützender Bäume gibt es weite offene Flächen, die den scheuen Tieren kaum Schutz bieten.
Die Naturdokumentation begleitete den Luchsforscher ein Jahr. Zu sehen ist, wie sich bei den wilden Raubkatzen im Winter das rot-braune Fell grau-weiß färbt, wie die Paarungszeit im Frühjahr durchaus auch mal Luchse etwas länger sichtbar werden lässt und wie im Sommer kleine blinde Fellbündel geboren und von der Mutter aufgezogen werden. Außerdem begleitet das Kamerateam Ole Anders bei der Arbeit. Mitten in der Nacht wird ein wilder Luchs gefangen und besendert, kurz danach der einjährige Gehegeluchs „Paul“ sterilisiert.
Die Dokumentation aus der Reihe „NaturNah“ gibt in faszinierenden Bildern Einblick in das Leben der größten Raubkatzen Europas in deutschen Wäldern. „NaturNah: Luchse in Südniedersachsen“. Zu sehen ist die 30-minütige Natur-Dokumentation am Dienstag, 30. Dezember, um 18.15 Uhr im NDR Fernsehen.
Jeden Dienstag widmet sich das NDR Fernsehen in der Reihe „NaturNah“ norddeutschen Landschaften und Lebensräumen. Kamerateams nehmen sich besonders viel Zeit, um die Natur vor der Haustür in ihrer Vielfalt abzubilden, Tierfilmer legen sich im Auftrag des NDR auf die Lauer, um seltene Szenen aus Norddeutschlands Tierwelt einzufangen. Die Reihe zeigt Veränderungen im Jahreszyklus, begleitet Forschungsprojekte, Naturschutzmaßnahmen und würdigt ehrenamtliches Engagement. Denn Naturschutz in Norddeutschland ist nicht möglich ohne das Engagement der Menschen, die hier leben.