Neues Förderprogramm auf den Weg gebracht

In vielen Gebieten des Landkreises Goslar richtete die Hochwasserkatastrophe im Juli dieses Jahres enorme Schäden an. Das Land unterstützt die Betroffenen mit Hilfeleistungen. Inzwischen wurde das dritte Hilfspaket auf den Weg gebracht. (Foto: Hinz)

Hochwasser: Hilfe bei Gebäudeschäden und bei der Wiederbeschaffung von Hausrat

Das Land Niedersachsen hat mit einem Runderlass vom 29. September nun die dritte Hilfsmaßnahme für Betroffene der Hochwasserkatastrophe 2017 auf den Weg gebracht. Nach der „Soforthilfe für Privathaushalte“ und der „Hochwasserhilfe für Unternehmen und Angehörige freier Berufe“ richtet sich das nun in Kraft getretene Hilfsprogramm an Privatleute, die ob des Hochwassers Schäden an ihren Gebäuden zu beklagen haben, sofern der Schaden mehr als 500 Euro beträgt.
Die Richtlinie sieht vor, Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten an Wohngebäuden und Brücken mit bis zu 80 Prozent zu fördern. Alternativ dazu kann eine Pauschale gewährt werden, die sich auf 30 Euro pro Quadratmeter bei Keller- und 50 Euro pro Quadratmeter bei Wohnflächen sowie 500 Euro pro Garage beläuft.
Für den Ersatz von Hausrat werden ausschließlich Pauschalleistungen von bis zu 13.000 Euro für die erste Person im Haushalt gewährt. Für weitere Haushaltsangehörige sind Pauschalen in Höhe von 8.500 beziehungsweise 3.500 Euro möglich.
Die Gewährung der finanziellen Hilfen ist an Voraussetzungen geknüpft. So werden nur Gelder bewilligt, wenn der Antragssteller für die Zukunft einen hinreichenden Versicherungsschutz gegen Elementarschäden nachweist. Sollte eine Versicherung wegen örtlicher Gegebenheiten oder wirtschaftlicher Erwägungen nicht möglich sein, muss auch dies entsprechend nachgewiesen werden. Ist eine Elementarschutzversicherung vorhanden, kann das Land den Betrag der Selbstbeteiligung des Versicherten übernehmen.
Anträge können ab sofort und bis zum 31. März 2018 beim Landkreis Goslar eingereicht werden. Bewilligt werden die Finanzhilfen von der NBank. Der Landkreis zeichnet zuständig für alle kreisangehörigen Kommunen, mit Ausnahme der Stadt Goslar, die im eigenen Einzugsbereich tätig ist.
Weitere Informationen zu dem Förderprogramm sowie das Antragsformular sind im Internet unter www.nbank.de und www.landkreis-goslar.de erhältlich.
Für Rückfragen zu dieser Förderrichtlinie steht die NBank unter der Rufnummern (0511) 30031-333 zur Verfügung. Rückfragen zur Einreichung der Anträge sind unter der Rufnummer (05321) 31131-66 möglich.
Der Personenkreis der Antragsteller auf eine Soforthilfe des Landes und sämtliche Hochwassergeschädigte (ohne Stadt Goslar), die eine Unterstützung aus der Spendenaktion „Bürger helfen den Hochwasseropfern“ erhalten haben, werden durch den Landkreis Goslar über das neue Förderprogramm einschließlich der Antragsunterlagen schriftlich informiert.