Neues TSF-W übergeben und dabei Geld gespart

Freiwillige Feuerwehr Herrhausen mit Fahrzeug ausgestattet / Wassertank zur schnelleren Brandbekämpfung

Feierliche Fahrzeugübergabe bei der Freiwilligen Ortsfeuerwehr im Stadtteil Herrhausen. Als Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke am Steuer und Bürgermeister Erik Homann auf dem Beifahrersitz am Sonnabend mit dem neuen TSF-W mit Blaulicht und Martinshorn vorgefahren kamen, standen die Uniformierten in Reih und Glied auf dem Hof des Dorfgemeinschaftshauses. Auch die Gäste schauten gespannt auf das neue Gefährt, dass die Herrhäuser Brandschützer künftig zu ihren Einsätzen bringen soll.
Erik Homann machte in seiner Ansprache deutlich, dass dies ein sehr freudiger Anlass sei. Er könne ein neues Fahrzeug übergeben und die Stadt habe noch dazu Geld eingespart. Dies hatte ihm tags zuvor Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke erläutert, denn das neue Fahrzeugkonzept würde langfristig betrachtet die Stadtkasse sogar entlasten. Die Herrhäuser Wehr sei ein wichtiges Rad im Gefüge der Feuerwehren in Seesen und so wünschte Homann den Brandschützern allzeit „Gute Fahrt!“ mit ihrem neuen TSF-W, das über einen 1000-Liter-Wassertank verfügt, und somit in Windeseile bei der Brandbekämpfung im Einsatz ist. Auch Jürgen Warnecke war erfreut über die Neuanschaffung. Er hatte das Gefährt gemeinsam mit Herrhausens Ortsbrandmeister Achim Fehlig aus Görlitz abgeholt und berichtete den Anwesenden von einem „Grinsen“ im Gesicht, das er beim Ortsbrandmeister beim Abholen gesehen hatte. Dass das neue TSF-W nur über sechs statt der bisherigen neun Sitzplätze verfüge, können die Stimmung nicht trüben. Warnecke bezeichnete das neue Fahrzeug gar als einen „Erlkönig“, der durch besondere Konfigurationen entstanden sei.
Ortsbrandmeister Achim Fehlig bedankte sich beim Bürgermeister, bei Rat und Verwaltung dafür, dass es möglich wurde, die wichtige Neuanschaffung zu tätigen. Er berichtet auch von dem tollen Komfort des Fahrersitzes und plädierte scherzhaft dafür, dass Einsätze doch erst nach 50-Kilometer-Anfahrt ausgeübt werden sollten. Weitere Redner an diesem Nachmittag in Herrhausen waren Ortsbürgermeister Walter Schröder, der seiner Hoffnung Ausdruck verlieh, dass das Fahrzeug den Herrhäuser Brandschützern die nächsten 25 Jahren ein treuer Begleiter sein möge, sowie Alfred Reschke von der Firma Murer Feuerschutz. Auch Regierungsbrandmeister Karl-Heinz Banse hatte die Fahrzeugübergabe zum Anlass genommen, um nach Herrhausen zu kommen und ein Grußwort zu sprechen. Er verdeutlichte ebenfalls noch einmal die Besonderheit des TSF-W, dass es ermögliche, ein Feuer zu bekämpfen, ohne zuvor eine zeitzehrende Wasserstrecke legen zu müssen.
Ein ganz besonderes Lob erhielt an diesem Nachmittag noch Gerätewart Stefan Dröge, der viele Stunden mit der Ausstattung des Fahrzeuges zugebracht hatte.
Im Anschluss an den offiziellen Teil nahmen die Herrhäuser Aktiven, aber auch viele Gäste die Gelegenheit wahr, um das Fahrzeug einer genaueren Betrachtung zu unterziehen und sich mit Bratwürstchen und Getränken zu stärken.