Nicht nur der Ausflug nach Prag ist ein Highlight

Die weltberühmte Karlsbrücke in Prag war eines der Ausflugsziele des Familienkreises der Pfarrgemeinde „Maria Königin“.

Familienkreis der Pfarrgemeinde „Maria Königin“ unternahm erlebnisreiche Reise in den Bayerischen Wald

Im Jahresplan für den Familienkreis der Pfarrgemeinde „Maria Königin“ in Seesen steht auch eine mehrtägige Busreise, die seit zehn Jahren von Diakon Wolfgang Heider vorbereitet und durchgeführt wird. In diesem Jahr ging es mit 50 Teilnehmern in der ersten Oktoberwoche in den Bayerischen Wald; Ziel war das Kolping-Familienferienhaus Lambach bei Markt Lam, das nach einer neunstündigen Anreise erreicht wurde. An das Abendessen schloss sich als Tagesausklang in der Hauskapelle der Gottesdienst an, den Pfarrer Karp leitete und für dessen musikalische Gestaltung Organist Roland Lorenz sorgte.
Am ersten Tag nach der Anreise machte sich eine Gruppe auf den Weg zur Tageswanderung mit dem Ziel Großer Osser, den 1293 Meter hohen Hausberg. Nach nicht so leichtem Aufstieg wurden das Schutzhaus und der Gipfel erreicht, von wo aus sich den Bergwanderern ein weiter Blick über den Bayerischen Wald und zum Lamer Winkel bot. Über den Gipfel verläuft die Grenze zu Tschechien, früher einmal sogar mitten durch das Schutzhaus. Eine zweite Gruppe besuchte vormittags den Ort Markt Lam mit der schönen barocken Kirche St.Ulrich und den Nischen der alten Familiengrabstellen auf dem Friedhof. Am Nachmittag fuhr die Gruppe zum Greifvogelpark Grafenwiesen, wo eine Flugvorführung von verschiedenen Greifvögeln bewundert wurde. Am Abend hielt der Bürgermeister des Marktes Lam, Klaus Bergbauer, im Ferienhaus einen interessanten Vortrag mit vielen Bildern über den Ort selbst mit seinen 2.800 Einwohnern und über die weite Umgebung, den sogenannten „Lamer Winkel“. Der nächste Tag brachte einen Höhepunkt: eine Fahrt in die tschechische Hauptstadt Prag mit Besichtigung der Altstadt. In Prag begrüßte der Stadtführer die Reisegruppe und übernahm auf launige Weise die Führung durch seine Stadt; dazu gehörten selbstverständlich der Hradschin, das größte Burggelände der Welt, und der gotische Dom St. Veit. Vom Burgberg aus hat man einen schönen Blick auf die Stadt und auf die in der Nähe liegende Deutsche Botschaft. Nach einem landesüblichen Mittagessen mit böhmischen Knödeln führte der Weg zur Moldau mit der Karlsbrücke und weiter durch enge Gassen zum Altstädter Ring mit dem großen Denkmal des Reformators Jan Hus. Am Turm des Altstädter Rathauses aus dem 14./15. Jahrhundert befindet sich die Astronomische Uhr (oder auch Aposteluhr), die in ihren Anfängen ebenfalls ins 14. Jahrhundert zurückreicht.
Am Tag der Deutschen Einheit fand vormittags eine Wanderung durch den Wald zum nahen Bergkirchlein „Maria Hilf“ statt, und am Nachmittag folgte eine Rundfahrt durch den Bayerischen Wald mit Besuch der Glasmanufaktur Weinfurtner in Arnbruck. Glasbläsern und -schleifern konnte bei der Arbeit zugesehen werden, in einem großen Ausstellungsgebäude gab es unzählige wunderschöne Glasgegenstände zu bewundern. Nach diesem beeindruckenden Besuch im Glasdorf ging es noch zum Großen Arbersee, der unterhalb des 1456 Meter hohen Gipfels liegt.
Ein weiteres schönes Erlebnis für die Reisegruppe war die Fahrt entlang des Bayerischen Waldes in die Dreiflüsse-Stadt Passau.

Passauer Orgelkonzert im St.-Stephans-Dom

Hier wurde mittags im St.-Stephans-Dom ein Orgelkonzert besucht, dem unzählige Menschen lauschten. Der Dom besitzt die größte Dom-orgel der Welt; sie enthält 17.974 Pfeifen bei 233 Registern. Von einem Spieltisch aus können die fünf Teile des Instrumentes, die an verschiedenen Stellen des Gotteshauses sind, zum Klingen gebracht werden, sodass es zu einem außergewöhnlichen akustischen Erlebnis kommt. Am Nachmittag stand eine Drei-Flüsse-Fahrt auf dem Programm; bei schönem Wetter konnte vom Schiffsdeck aus der Blick zur Silhouette der Stadt und zum Dreiflüssedreieck gehen. Die Busrückfahrt wurde in Bad Kötzting unterbrochen durch einen Besuch in der Bärwurzerei Dexler, wo die verschiedenen alkoholischen Produkte probiert werden konnten, besonders natürlich der Bärwurz. Aus der Wurzel dieser Pflanze wird ein Destillat hergestellt, das auch in der Volksmedizin Verwendung findet.
Am Freitag hieß es Abschied zu nehmen für die Heimreise. Diese wurde unterbrochen durch eine Mittagspause in Münsterschwarzach und für einen Kurzbesuch in der Klosterkirche.