Nicht nur die Dirigentin sorgte für Gesprächsstoff

Die neue Dirigentin sorgt für Gesprächsstoff bei der Schülerschaft.

Aus dem Herbstkonzert am Jacobson-Gymnasium wird ein Neujahrskonzert

Das eigentlich für den vergangenen Herbst vorgesehene Jugendkonzert, mittlerweile bereits das vierte seiner Art, hatte kurzfristig aufgrund anderer Verpflichtungen des Orchesters verschoben werden müssen.

Im Rahmen der Kooperation zwischen dem Jacobson-Gymnasium, dem Verein „Konzerte an St. Andreas“ und dem Staatstheater Braunschweig mit Unterstützung des Eltern- und Freundeskreises des Jacobson-Gymnasiums, wurde aus dem geplanten Konzert gewissermaßen ein Neujahrskonzert für die Schülerinnen und Schüler daraus.
Auf dem Programm stand dieses Mal das sicherlich bekannteste Werk des tschechischen Komponisten Bedřich Smetana, seine Tondichtung „Die Moldau“ (Vltava) aus dem sinfonischen Zyklus „Mein Vaterland“.
So lauschten die fast 400 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 6 bis 9 am zweiten Schultag nach den Weihnachtsferien mehr oder weniger konzentriert dem musikalischen Spiel.
Das gewohnt professionell agierende Staatsorchesters, stand erstmalig unter der Leitung von Ann-Kathrin Stöcker. Eine junge Dame am Pult, noch dazu mit ihrer persönlichen Orchesterpremiere, erschien zumindest für einige der Anwesenden durchaus etwas Besonderes zu sein, denn ihr schwungvolles, souveränes Dirigat sorgte sichtbar für Gesprächsstoff. Und auch sonst war das Mitteilungsbedürfnis der Schülerinnen und Schüler nach den Ferien wohl recht groß, was das Orchester und den Moderator Martin Weller immer wieder auf kleinere Geduldsproben stellte.
Im direkten Gespräch mit ihm, dem es wie immer gelang, die Musik ebenso gekonnt wie launig zu veranschaulichen, steuerten die Schüler durchaus aber auch Wissen aus dem Unterricht bei. So zum Beispiel auf die Frage nach der nationalen und regionalen Einordnung des Flusses, dessen Verlauf in der Musik durch charakteristische Tonbilder veranschaulicht wird. Diese Stationen von den Quellen, verklanglicht durch die Flötenstimmen des Orchesters, bis hin zur Mündung des Flusses in die Elbe erläuterte Martin Weller anhand einer Fotopräsentation nach einer ersten unkommentierten vollständigen Aufführung des Stückes im Detail. Das Orchester lieferte dazu „live“ die passenden Klangbeispiele und es wurden, befördert durch Sonderapplaus, auch wieder einige für die Musik bedeutsame Instrumente wie Triangel und die großen Becken vorgestellt. So gerüstet konnten die Schülerinnen und Schüler bei der abschließenden zweiten Gesamtaufführung ihr musikalisches Gedächtnis überprüfen. Unterstützung erhielten sie dabei von Moderator Weller, der den zweiten Hördurchgang bildlich begleitete. Alles in allem wiederum eine gelungene und zugleich lehrreiche Stunde Musikunterricht, die nur aufgrund des ideellen und finanziellen Engagements der Beteiligten in dieser Form möglich ist. Da Capo!