Nicht nur Ehrungen und Neuwahlen beim SV-Union Seesen 03

Für seine über 60-jährige Mitgliedschaft wurde Peter Kopischke (l.) geehrt. Auch Mareike Kolle (2.v.l.) und Lars Nitsche (r) erhielten die Dankesurkunde und die Anstecknadel des Vereins für ihre 25-jährige Mitgliedschaft vom 1. Vorsitzenden Werner Mroz überreicht.
 
Der letzte Auftritt des Vereinsvorstandes in dieser "Besetzung". Geschäftsführer Wilfried Falk schied aus, 1. Vorsitzender Werner Mroz, Schriftführerin Kerstin Klingebiel und Hauptkassierer Norbert Schweda.
 
Mehr als 40 Mitglieder folgten der Einladung ins Landhaus „Zum Alten Fritz“.

Ehrungen, Rücktritt des Geschäftsführers, Neuwahlen im Vorstand sowie der Antrag zur Schließung der Tennisabteilung prägten den Ablauf der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Vereins.

Seesen (am) Am vergangenen Freitag hatte der Vorstand des SV-Union Seesen 03 zur Jahreshauptversammlung ins Landhaus „Zum Alten Fritz“ geladen. Mehr als 40 Sportler und Ehrenamtsträger waren der Einladung gefolgt, standen doch wichtige Themen auf der Tagesordnung. Die letzten 4-5 Jahre waren für den Verein eine harte Bewährungszeit und es ist in der Tat als Erfolg zu werten, dass der Verein sich aufgerafft hat, noch existiert, schwarze Zahlen schreibt und handlungsfähig ist. Werner Mroz begrüßte als 1. Vorsitzender die Anwesenden und stellte die ordnungsgemäße Ladung fest. Insbesondere den vielen ehrenamtlichen Helfern galt sein Dank, ohne deren Einsatz ein Verein nicht existieren könne. Einige Punkte auf der Tagesordnung konnten übersprungen werden. Aufmerksam wurde dem Bericht des Kassenwarts Norbert Schweda gefolgt. Trotz der leicht rückläufigen Mitgliederzahlen konnte der Verein, nach magerem Vorjahr ein „Plus“ ausweisen und ebenso erfreulich fielen auch die „Spenden“ in 2012 höher als im Vorjahr aus. In ihrem Bericht stellte die Kassenprüferin Bärbel Thamhagen fest, dass die Vereinskasse ordnungsgemäß geführt wurde und es keine Gründe gäbe, die einer Entlastung des Vorstandes entgegenstünden. Auf ihre Empfehlung wurde der Vorstand einstimmig durch die anwesenden Vereinsmitglieder entlastet.

Geschäftsführer Wilfried Falk informierte über das neue Bankeinzugsverfahren SEPA. Nach den neuen gesetzlichen Regelungen müssen Beitragszahler mindestens 2 Wochen im Voraus schriftlich über die bevorstehende Lastschrift informiert werden. Der Verein verständigte sich darauf, bereits jetzt, die Abbuchungstermine für 2014 in der Zeitung zu veröffentlichen und damit den gesetzlichen Mindestanforderungen Genüge zu tun.

Im kommenden Jahr erfolgen die Einzüge der Mitgliederbeiträge des SV-Union Seesen 03 jeweils am 05.02.2014 für das 1.Halbjahr und am 05.08.2014 für das 2.Halbjahr.

Zum Ende seines Berichtes erklärte Wilfried Falk, dass er nicht mehr zur Wahl zur Verfügung stehe und von seinem Amt als Vorstandsmitglied zurücktrete. Seine Aufgaben innerhalb der Bogensportabteilung werde er natürlich uneingeschränkt weiter ausüben. Auf eine tiefergehende Darlegung seiner Beweggründe verzichtete er, weil diese, wie er betonte „insgesamt viel zu komplex“ seien. Er beschränkte sich darauf, seine Arbeit Revue passieren zu lassen und die vorangetriebenen Maßnahmen und Entscheidungen zu verteidigen. Dass der Verein heute noch existiert und handlungsfähig ist, wertete er als Erfolg und hob nochmal heraus, dass dieser sich nicht von allein eingestellt hätte. Seinen Dank richtete er an den Großteil der Mitglieder, die die notwendigen Einschränkungen geduldig mitgetragen hätten und richtete auch seinen Dank an diejenigen, die in dieser Zeit um so mehr für die Jugendarbeit geleistet haben. Werner Mroz bedauerte die Entscheidung des Geschäftsführers würdigte aber dessen Leistung und gute Arbeit für den Verein. Die Nachfolge trat Monja Dröge als neue Geschäftsführerin des SV-Union Seesen 03 an. Auch hier zeigte sich die neue Entschlossenheit im Verein, zum Gesamtwohl des Vereins einzutreten. Auch Dieter Mai, Mitglied des Ehrenrates, hatte im Vorfeld schriftlich gebeten, ihn vom Amt – altersbedingt - zu entbinden. Einstimmig wurde Peter Kopischke in den Ehrenrat gewählt. „Ich freue mich, dass ich in die Fußstapfen meines Vaters treten kann, der dieses Amt auch schon inne hatte, erklärt Peter Kopischke und bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Was wäre jedoch eine Jahreshauptversammlung ohne Ehrungen? Für Ihre 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Mareike Kolle und Lars Nitsche die Dankesurkunde und die Anstecknadel des Vereins. Ein nicht alltägliches Jubiläum feierte Peter Kopischke, er wurde für seine über 60-jährige Mitgliedschaft geehrt. Bereits im Jahre 1951 trat er dem Vereinsleben bei und hatte insbesondere in den frühen Vereinsjahren den Verein mitgeprägt. Als besondere Anerkennung überreichte Werner Mroz ein Präsent an den Jubilar.

Der brisanteste Punkt des Abends war der Antrag auf Schließung der Tennisabteilung, der einer Zustimmung durch die Jahreshauptversammlung bedurfte. Innerhalb der Tennisabteilung wurde der Mehrheitsentschluss gefasst, die Tennisabteilung aufzulösen und der entsprechende Antrag gestellt. Auch hier seien die Gründe komplex, aber aus Sicht der Abteilungsleitung gebe es keine Alternative. Die Gründe resultierten überwiegend aus der überalterten Mitgliederstruktur innerhalb der Tennisabteilung, dem Mitgliederrückgang – erstmals - auf unter 100, sowie dem nachlassenden Interesse der Jugendlichen an Punktspielen teilzunehmen. In der Vergangenheit wurden bereits Spielgemeinschaften gebildet und „auch andere Gegenmaßnahmen“ hätten nicht mehr gegriffen, erklärte Abteilungsleiter Jürgen Nitsche. Auf Nachfrage des 1. Vorsitzenden Werner Mroz, einige Spielerstimmen zum Thema „Schließung“ zu hören, kamen dann jedoch andere Meinungen zu Wort. Anwesende Spieler der Tennisabteilung kamen zu Wort und setzten sich für eine Fortführung der Tennisabteilung ein. Auch für Peter Kopischke, der die Historie der Tennisabteilung beschrieb, waren die vorgebrachten Begründungen der Tennisabteilung nicht stichhaltig genug. Die Gründerväter hätten sich für „günstigen Freizeittennis“ stark gemacht und auch heute wäre der Bedarf dafür da. Er würde es begrüßen, wenn man die Abteilung und das Gelände möglichst erhalten würde. Sichtlich verdutzt über die Reaktionen aus den „eigenen Reihen“ zog der Abteilungsleiter den Antrag zurück, stellte jedoch klar, dass er ab dem 1. Juni für dieses Amt nicht mehr zur Verfügung stehen würde. Für ihn blieb es unverständlich, warum einige Mitglieder der Tennisabteilung erstmals auf der Jahreshauptversammlung ihre Gegenstimmen einbrachten und nicht in einer der vorherigen Sitzungen innerhalb der Abteilung. Mit dieser Entwicklung hat an diesem Abend wohl keiner so recht gerechnet, Fakt ist, die Tennisabteilung wird nicht aufgelöst. Auch nach Ende der Jahreshauptversammlung sorgte dieser Punkt noch für regen Gesprächsstoff auf den Fluren und wird sicher auch noch in den nächsten Monaten, die Tennisabteilung, beschäftigen.